vista verde SucheNewsThemenAktion

v i s t a   v e r d e   n e w s   -   P o l i t i k   &   G e s e l l s c h a f t

 

Armutsbekämpfung mit erneuerbaren Energien

Bis zum Jahr 2015 sollen eine Milliarde Menschen in Entwicklungsländern Zugang zu erneuerbaren Energien bekommen.

(vv) - Zwei Wochen vor Beginn der internationalen Konferenz für erneuerbare Energien "renewables 2004" in Bonn haben sich Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) und Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) für einen weltweiten Ausbau erneuerbarer Energien ausgesprochen. Die Konferenz müsse mit einem internationalen Aktionsplan der Energiegewinnung aus Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Erdwärme global zum Durchbruch verhelfen.

Die Beratungen sollen in drei Beschlüsse münden: Ein internationales Aktionsprogramm wird konkrete Maßnahmen, Ausbauziele und freiwillige Verpflichtungen einzelner Länder und Regionen zusammenfassen. In einer Deklaration von Bonn werden die Ministerinnen und Minister eine politische Vision für eine globale Energiewende formulieren und sich auf einen Folgeprozess der Bonner Konferenz verständigen. Schließlich sollen Politikempfehlungen praktikable Wege für den Ausbau erneuerbarer Energien aufzeigen.

Zur "Renewables 2004" werden an die 2000 Teilnehmer von Regierungen, internationalen Organisationen, aus Industrie und Nichtregierungsorganisationen sowie aus der Zivilgesellschaft erwartet. Mehr als 74 Minister und 103 Regierungsdelegationen hätten sich bereits angemeldet.

"Klimaneutrale Konferenz"

Die rund 2000 Delegierten werden nach Schätzung des Umweltministeriums 3.500 Tonnen Klimagase verursachen - vor allem durch ihre Anreise, aber auch durch ihren viertägigen Aufenthalt. Dennoch soll die Konferenz als eine der ersten Großveranstaltungen ihrer Art "klimaneutral" sein. Zum einen soll der Strom für die Konferenz ausschließlich aus erneuerbaren Energien stammen und der Konferenz-Fuhrpark nur mit Biogas betrieben werden. Zum anderen würden die unvermeidlichen Emissionen durch Investitionen in ein Klimaschutzprojekt in Indien in gleichem Umfang ausgeglichen.

Armutsbekämpfung mit erneuerbaren Energien

Heidemarie Wieczorek-Zeul betonte die Bedeutung der Konferenz für die Armutsbekämpfung: "2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu moderner Energie. Um Armut zu überwinden, sind vor allem der Zugang zu Wasser und Energie notwendig. Hier bieten die erneuerbaren Energien den ärmeren Ländern des Südens große Möglichkeiten, teure Ölimporte durch heimische Energiequellen zu ersetzen. In ländlichen Gebieten sind die "Erneuerbaren" heute schon eine wettbewerbsfähige Energiequelle, die zudem Arbeit und Einkommen schafft."

 

 Mehr Informationen:

Renewables 2004

vista verde: Erneuerbare Energien

 

 Lesen Sie auch:

Woche der Umwelt in der Villa Hammerschmidt

Umfrage: Deutsche setzen auf regenerative Energien

Erneuerbare Energien können Hälfte des Energiebedarfs decken

Weitere Meldungen zum Thema Erneuerbare Energien und Entwicklung

zurück zur vorherigen Seite    nach oben

News: Seite 1 | Politik | Natur | Wissenschaft| Wirtschaft
Rubriken: Home | Suche | News | Themen | Aktion
vista verde: Impressum | Hilfe | Werbung

 

© vista verde 2004
Alle Rechte vorbehalten
Jede Vervielfältigung - auch auszugsweise - bedarf der Genehmigung