Busy for Nature: Zivildienst im Naturschutz
Eine neue Broschüre und eine Internetseite
informieren über die vielfältigen Möglichkeiten
für Zivildienstleistende im Umwelt- und Naturschutz.
(vv) - Die Veröffentlichung und die neue Internetseite www.naturschutzzivi.de
wende sich zum einen an junge Menschen, die sich für den
Dienst an der Natur interessierten. Zum anderen biete sie den
im Umwelt- und Naturschutz tätigen Dienststellen ein Forum,
bundesweit ihre Zivildienstplätze vorzustellen, teilte das
Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit.
Aktuell böten rund 2.000 Dienststellen in Deutschland Zivildienstplätze
im Umwelt- und Naturschutz. Etwa ein Viertel dieser Dienststellen
gehörten Naturschutzorganisationen wie dem Bund für
Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dem Naturschutzbund
Deutschland (NABU) und anderen im Deutschen Naturschutzring (DNR)
organisierten Vereinen und Verbänden an.
Freiwilligendienst statt Zivildienst?
Fast 200 Dienststellen hätten die Gelegenheit wahrgenommen,
sich in der Broschüre und der Zivildienst-Datenbank des Bundesamtes
für Naturschutz zu präsentieren. Jede Dienststelle wird
durch einen Steckbrief vorgestellt, in dem die Einrichtung, ihre
Aufgaben und ihre Personalausstattung beschrieben werden. Er enthält
auch Angaben über Unterbringungsmöglichkeiten und das
Verpflegungsangebot. Aus Tätigkeitsprofilen gehe hervor,
welche Aufgaben auf den Bewerber zukämen.
Derzeit wird über die Abschaffung des Wehrdienstes und damit
auch des Zivildienstes diskutiert. Die Mitte der 90er Jahre begonnene
Wehrreform habe bereits zu erheblichen Einschnitten im Zivildienst
geführt, so das BfN. Eine sinnvolle Konversion des Zivildienstes
sei daher auch im Naturschutzbereich gefragt. Der Präsident
des Bundesamtes für Naturschutz, Hartmut Vogtmann, meint
dazu: "Ob nun Pflichtdienst oder in Zukunft verstärkt
finanziell gestützter Freiwilligendienst, das BfN will auch
künftig junge Menschen für einen solchen Dienst begeistern".
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