Hunger in der Welt nicht mit Gentechnik zu bekämpfen
Professorin: Weil die Kaufkraft armer Länder
zu gering ist, ist der Hunger in der Welt auch nicht mit Gentechnik
zu bekämpfen.
(aid) - Für die Bekämpfung des Welthungers sei es unerheblich,
ob die globale Agrarproduktion durch die Nutzung bisher unerschlossener
Potenziale gesteigert werden könne. Bereits heute würden
ausreichend Nahrungsmittel produziert. Dies war das Plädoyer
von Professor Martina Brockmeier vom Institut für Marktanalyse
und Agrarhandelspolitik der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft
(FAL) kürzlich auf einer Tagung, die unter dem Thema "Ackerbau
2025" stand.
Laut Brockmeier besteht das Problem des Welthungers nicht in
der mangelnden Produktion von Nahrungsmitteln sondern darin, dass
die Menschen in Entwicklungsländern oft über eine sehr
geringe Kaufkraft verfügten. Sie seien damit nicht in der
Lage, die auf dem Weltmarkt vorhandenen Produkte zu kaufen. Daher
sei auch die vielfach geäußerte Auffassung, der Hunger
in der Welt könne durch die Nutzung der gentechnischen Möglichkeiten
bekämpft werden, ein Irrtum.
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