Internationaler Umweltpreis vergeben - Bhopal-Aktivisten geehrt
Der renommierte Goldman-Umweltpreis - oft als
«Umwelt-Nobelpreis» bezeichnet - wurde an sieben internationale
Umweltaktivisten verliehen.
San Francisco (dpa) - Sieben internationale Umweltaktivisten
sind in San Francisco (Kalifornien) mit dem renommierten Goldman-Preis
für Umweltschutz ausgezeichnet worden. Der mit je 125 000
Dollar dotierte Preis, der als «Nobelpreis für Umwelt»
bekannt ist, wurde zum 15. Mal von einem internationalen Gremium
verliehen.
Zu den Preisträgern am Montag zählen zwei Frauen aus
Indien, die 1984 bei dem schweren Gasunglück von Bhopal verletzt
wurden und seither für die Anliegen der Opfer kämpfen.
Ein Anwalt aus Ghana erhielt den Preis für seinen Einsatz
gegen die Privatisierung des Wassernetzes in seiner Heimat, die
zu einer Trinkwasserverteuerung geführt hätte.

© Goldman Environmental
Prize
Die Preisträger des Goldman-Umweltpreises
2004 zusammen mit dem Preisstifter Richard Goldman. Stehend
(v. l. n. r.): Margie Eugene-Richard (Nordamerika), Manana
Kochladze (Europa), Preisstifter Richard N. Goldman, Demetrio
de Carvalho (Inseln), Libia Grueso (Südamerika).
Sitzend (v. l. n. r.): Champa Devi Shukla und Rashida
Bee (Asien). Nicht abgebildet: Rudolf Amenga-Etego (Afrika)
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Ausgezeichnet wurde auch eine 32-jährige Georgierin, die
mit ihrer Umweltkampagne auf die ökologischen Gefahren des
weltgrößten Öl-Pipeline-Projekts aufmerksam macht.
Eine Sozialarbeiterin aus Kolumbien wurde für ihren Kampf
um Landrechte für Teile der verarmten, schwarzen Landbevölkerung
gewürdigt.
Ein Aktivist aus Ost-Timor und eine 62-jährige schwarze
Amerikanerin aus einer Chemie-geschädigten Region im US-Staat
Louisiana wurden nach Angaben der Goldman-Stiftung ebenfalls für
ihr Umwelt-Engagement geehrt.
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