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- 07.03.2004 -

 

 

 

 

 

 

 


 

Eastwood berät Schwarzenegger - Hollywoodstars als Umweltschützer

Nicht nur Clint Eastwood, auch viele andere Hollywoodstars wie Robert Redford und Leonardo DiCaprio engagieren sich im Natur- und Umweltschutz.

Von Barbara Munker, dpa

San Francisco (dpa) - Für seine neue Rolle als Naturschützer muss Clint Eastwood nicht vor die Kamera treten, Stunts ausführen oder Make-Up auflegen. Nicht in Hollywood, sondern in der kalifornischen Landeshauptstadt Sacramento wird der Star zahlloser Western und Action-Streifen grüne «Regieanweisungen» geben. Der Oscar-Gewinner soll seinen früheren Kollegen und jetzigen Gouverneur Arnold Schwarzenegger in Naturschutz- und Naturparkfragen beraten. Der 73 Jahre alte Hollywoodstar, wie Schwarzenegger ein Republikaner, wurde erneut zum Mitglied des Naturpark- und Freizeitausschusses berufen. Eastwood gehört der ehrenamtlichen Kommission bereits seit 2001 an.

Der Regisseur und Schauspieler, der weitab von Hollywood in dem kleinen Küstenort Carmel lebt, ist nicht als Umwelt-Aktivist, wohl aber als Naturfreund bekannt. Der gebürtige Kalifornier übernahm 2002 zusätzlich die Aufsicht über die Erhaltung des «Big Basin Redwood»- Parks, Kaliforniens ältestem Naturschutzpark. Nach eigenen Angaben war er als Kind oft mit seiner Großmutter in das Waldgebiet bei Santa Cruz gekommen. Als Teenager schlug sich Eastwood zeitweise als Holzfäller durch.

Wie Eastwood zieht auch Robert Redford das Leben im Grünen dem Hollywood-Lifestyle vor. Doch der Naturfreund mit Landgütern in Utah und Nordkalifornien ist zudem ein lautstarker Umweltaktivist, der als Kritiker von US-Präsident George W. Bush kein Blatt vor den Mund nimmt. Der Filmstar sieht den US-Präsidenten als «entsetzlichen Ignoranten» in der Umweltpolitik. Die Energie-Strategie Washingtons prangert er als «teuer» und «gefährlich» an. Mit E-Mail-Kampagnen und Protestaufrufen schlägt Redford Alarm, wenn es um Ölbohrungen in Alaska und die Lockerung strikter Umweltauflagen geht.

Auch beim Hollywood-Nachwuchs zählt Aktivismus zum Rollenverständnis. «Titanic»-Star Leonardo DiCaprio (29) trat beim «Earthday»-Protest in Washington gegen Atomenergie und Ölverschwendung in Aktion. Seit 1998 finanziert er eine Stiftung für alternative Energiegewinnung. Im neuen Hauptquartier der Umweltorganisation «Natural Resources Defense Council» im kalifornischen Santa Monica hat DiCaprio ein «Aktivismus-Center» eingerichtet, mit dem er vor allem junge Leute ansprechen will. Sein Kollege Edward Norton («Fight Club») widmet einen Großteil seiner Zeit und seiner Webseite dem Ausbau von Solarenergie.

Woody Harrelson («Natural Born Killers») macht immer wieder durch spektakuläre Aktionen auf Naturverträglichkeit, Umweltschutz und sich aufmerksam. 2003 radelte er 2400 Kilometer entlang der Westküste, ließ sich von einem solar- und hanfbetriebenen Bus begleiten und warnte auf seiner Vortragstour vor ungesunder Industrie-Nahrung.

Selten kommt es zwischen Hollywoodstars und Umweltaktivisten zu bitteren Szenen, wie im Fall der Millionenklage von Barbra Streisand gegen den Fotografen und Naturschützer Kenneth Adelman. Der hatte im vergangenen Jahr die gesamte kalifornische Küste aus der Luft fotografiert und eine Webseite eingerichtet, um die Bebauung und Zerstörung zu dokumentieren. Die Sängerin und Schauspielerin zog vor Gericht, weil auf den Fotos ihr teures Malibu-Grundstück im Detail zu sehen war. Der Richter wies ihre Forderung auf Schadenersatz zurück.

Ex-Hollywoodstar Arnold Schwarzenegger konnte bisher einen Streit mit Umweltaktivisten vermeiden - trotz seiner Schwäche für den benzinfressenden «Hummer»-Geländewagen. Der Gouverneur machte einen liberalen Aktivisten zu seinem Chef für Umweltangelegenheiten. Er will ein «Wasserstoff-Autobahn-Programm» mit alternativen Brennstoffen ins Rollen bringen. Sogar der «Hummer» soll umgebaut und mit Wasserstoff betrieben werden. «Ich will saubere Luft, Wasser und Umwelt», versprach Schwarzenegger nach seinem Amtsantritt. Die Kollegen Eastwood und Redford werden ihm darin nicht widersprechen.

 


© ArtToday

Baum-Riesen im kalifornischen Sequoia- Nationalpark: Schauspieler Clint Eastwood soll Gouverneur Arnold Schwarzenegger künftig in Naturschutz- und Naturparkfragen beraten.

 

 Mehr Informationen:

State of California

Leonardo DiCaprio

 

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