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- 04.03.2004 -

 

 


 

Menschenrechtler beklagen Kriegseinsatz minderjähriger Mädchen

Vor dem Internationalen Frauentag am 8. März haben Hilfsorganisationen zunehmende sexuelle Gewalt gegen Frauen und Kinder angeprangert.

Berlin/New York (dpa) - Vergewaltigungen und Misshandlungen von Frauen würden weltweit in einem wachsenden Ausmaß gezielt als Kriegswaffe eingesetzt, kritisierten das Kinderhilfswerk UNICEF und die Frauenschutz-Organisation Medica Mondiale am Donnerstag in Berlin.

Allein im Krisengebiet Ost-Kongo betreute UNICEF in den vergangenen Monaten 8000 Opfer von Vergewaltigungen. «Es werden vierjährige Mädchen vergewaltigt und junge Frauen als Sex-Sklavinnen verschleppt», sagte UNICEF-Mitarbeiterin Milen Kidane. «Marodierende Banden überfallen ein Dorf und zwingen Väter, ihre eigenen Töchter zu vergewaltigen. Weigern sie sich, werden sie vor den Augen ihrer Familie erschossen.»

Der Bundesverband pro familia wies in Frankfurt/Main darauf hin, dass jährlich rund eine halbe Million Frauen und Mädchen unter falschen Versprechungen in EU-Länder geschleust und zur Prostitution gezwungen würden. Meist müssten sie ihre Pässe abgeben und würden mit Vergewaltigungen und Drohungen eingeschüchtert. «Frauenhandel ist Frauenverachtung, er verstößt gegen grundlegende Menschenrechte», sagte die stellvertretende pro familia-Vorsitzende Monika Häußler- Sczepan. Die Gesellschaft müsse sehr viel mehr gegen sexuelle Ausbeutung vorgehen und die Opfer unterstützen.

Laut einer in New York veröffentlichten Studie einer kanadischen Menschenrechtsgruppe waren Mädchen in den vergangenen Jahren weltweit in mehr als 30 Ländern als Kindersoldatinnen im Kampfeinsatz. Die meisten Mädchen würden zudem sexuell missbraucht und wie Sklavinnen ausgebeutet.

 

 Mehr Informationen:

UNICEF

medica mondiale

pro familia

 

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