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VCD: Weniger Verkehrstote - Deutschland
aber Schlusslicht bei Sicherheit
Auch wenn die Zahl der Verkehrstoten
auf deutschen Straßen sinkt, gibt es nach Angaben des VCD
nirgendwo in Europa so viele Unfälle mit Verletzten.
Wiesbaden/Berlin (dpa) - Deutschland
sei das Schlusslicht bei
der Verkehrssicherheit, teilte der Verkehrsclub Deutschland (VCD)
am Dienstag in Berlin mit. Mit flächendeckenden Tempolimits
könnten die Unfallzahlen drastisch gesenkt werden.
Wie das Statistische Bundesamt
in Wiesbaden berichtete, starben 2002 bei Verkehrsunfällen
6842 Menschen. Das sind 55 Prozent weniger als 1980 (15.050) -
bei drastisch gestiegener Verkehrsdichte. Nach Experteneinschätzung
liegt der Rückgang der Totenzahlen vor allem an Airbags und
Gurten und an besseren Radwegen.
Das Risiko, im Straßenverkehr
verletzt zu werden, liegt nach Angaben des Deutschen Verkehrsclubs
jedoch vier Mal so hoch wie beispielsweise in Dänemark oder
Finnland. Jährlich werden deutschlandweit 500.000 Menschen
verletzt, fast ein Fünftel davon schwer.
«Nicht der Mensch muss
dem real existierenden Verkehr angepasst werden, sondern der Verkehr
dem Menschen», sagte Verkehrsclub-Experte Michael Adler.
Mit flächendeckenden Tempolimits könne die Unfallzahl
beispielsweise drastisch gesenkt werden. Schon ein Kilometer pro
Stunde durchschnittlich weniger, bedeute zwei Prozent weniger
Personenschäden.
Wie der ADAC in München
anlässlich des 50. Geburtstags seiner Pannenhilfe mitteilte,
stieg die Zahl der Panneneinsätze der Organisation. Die «Gelben
Engel» und ihre Partner rückten 2003 bundesweit zu
fast 3,7 Millionen Einsätzen aus, 4,1 Prozent mehr als ein
Jahr zuvor. Jeden Tag seien das im Schnitt rund 10.000 Einsätze.
Aktuell macht Autofahrern nach
Angaben des Automobilclubs ACE das Wetter kräftig zu schaffen.
Vor allem aggressive Reaktionen von Fahrzeuglenkern seien zu beobachten,
teilte der Auto Club Europa in Stuttgart mit. Viele Fahrer zeigten
sich dem Verkehrsgeschehen nicht mehr voll gewachsen.
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