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Experten: Zahl der Kindersoldaten in
Afrika drastisch gestiegen
Die Zahl der Kindersoldaten
ist in mehreren afrikanischen Ländern im Jahr 2003 drastisch
angestiegen.
London/Nairobi (dpa) - Trotz
rechtlicher Verbesserungen habe es im Kampf gegen den Einsatz
von Kindersoldaten «bemerkenswert wenig Fortschritte»
gegeben, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten
Bericht mehrerer Hilfsorganisationen.
Vor allem im Kongo wurden Kinder
im vergangenen Jahr zu schrecklichen Grausamkeiten gezwungen und
sexueller Sklaverei ausgesetzt. Berichte aus Uganda sprechen von
Tausenden entführten und in Rebellenmilizen eingegliederten
Kindern. In der Rebellenmiliz SPLA im Südsudan sind schätzungsweise
noch 8000 Kindersoldaten aktiv.
«Kinder werden als Kämpfer
eingesetzt und müssen Untaten gegen Zivilisten begehen, sie
werden als Sexsklaven gehalten und als Zwangsarbeiter, Boten,
Spitzel und Dienstpersonal eingesetzt», kritisiert die «Koalition
gegen den Einsatz von Kindersoldaten». Außerhalb Afrikas
spielen Kinder unter anderem auch auch in bewaffneten Konflikten
in Burma, Kolumbien und Sri Lanka eine Rolle.
Die Vereinigung fordert die Vereinten
Nationen auf, die entsprechenden Länder international zu
ächten und jede militärische Unterstützung einzustellen.
Die UN beschäftigen sich in der kommenden Woche mit dem Problem
der Kindersoldaten.
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