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Stockholm:
«Alternative Nobelpreise»
vergeben
Die «Alternativen Nobelpreise»
dieses Jahres sind am Montag in Stockholm vergeben worden.
Stockholm (dpa) - Die Auszeichnungen
gingen unter anderem an den früheren neuseeländischen
Premierminister David Lange für dessen Einsatz gegen Atomwaffen.
Weitere Preise gingen an die philippinischen Globalisierungskritiker
Walden Bello und Nicanor Perlas, die südkoreanische «Bürgerkoalition
für wirtschaftliche Gerechtigkeit» und die biodynamische
Unternehmensgruppe SEKEM sowie deren Gründer Ibrahim Abouleish
aus Ägypten. Die Dotierung beträgt insgesamt zwei Millionen
Kronen (220.000 Euro).
Die «Alternativen Nobelpreise»
werden möglicherweise vom nächstem Jahr an in Berlin
statt in Stockholm vergeben. Wie der Stifter der Auszeichnungen,
Jakob von Uexküll, vor der Verleihung der diesjährigen
Preise in der schwedischen Hauptstadt am Montag mitteilte, erwägt
die «Stiftung für richtiges Leben» («Right
Livelihood Foundation») wegen der Aberkennung der steuerfreien
Gemeinnützigkeit den Umzug nach Deutschland.
Der deutsch-schwedische Publizist,
Philatelist und zeitweilige Grünen-Politiker hatte den Preis
1980 gestiftet und mit dem Verkauf seiner Briefmarkensammlung
finanziert. Die jeweils vier Auszeichnungen pro Jahr werden für
besondere Leistungen auf Gebieten wie Umweltschutz, Menschenrechten
oder Bekämpfung von Armut vergeben. Sie verstehen sich ausdrücklich
auch als Kritik an den traditionellen Nobelpreisen, die nach Meinung
von Uexkülls fast ausschließlich an westliche Preisträger
für gesamtgesellschaftlich oft fragwürdige Arbeiten
gehen.
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