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Umfrage: Drei Viertel aller Deutschen
über Klimawandel besorgt
Drei Viertel aller Deutschen
sorgen sich wegen des Klimawandels, ergab eine aktuelle Umfrage
des WWF.
Frankfurt/Main (dpa) - 74 Prozent
empfinden die Gefahren durch die Klimaveränderungen als «groß»
oder «sehr groß», wie eine repräsentative
Umfrage im Auftrag der Umweltstiftung WWF in Frankfurt ergab.
Die Studie wurde im Vorfeld der 9. Klimaschutzkonferenz zum Kyoto-Protokoll
veröffentlicht, die an diesem Montag in Mailand beginnt.
Das Meinungsforschungsinstitut IPSOS aus Mölln befragte telefonisch
1000 Menschen ab 14 Jahren.
Laut WWF wünschen sich die
Deutschen mehr erneuerbare Energiequellen. 72 Prozent nannten
Wasser, Wind oder Sonne als bevorzugte Energiequellen der Zukunft,
22 Prozent entschieden sich für Gaskraftwerke. Energie aus
Kohle wollten nur 5 Prozent. 58 Prozent der Befragten gaben sogar
an, sie würden ihren Stromversorger wechseln, wenn dessen
Politik ihren Wünschen zuwiderläuft.
Mit der Klimapolitik der Bundesregierung
war die Mehrheit der Befragten nicht zufrieden. 58 Prozent glauben,
dass die deutsche Regierung zu wenig oder sogar viel zu wenig
leiste, um den Klimawandel zu stoppen. 35 Prozent sagten, die
Bundesregierung tue genügend, 5 Prozent sind der Ansicht,
dass eher zu viel getan werde.
Für den WWF stützen
die Ergebnisse die Ziele der Umweltschutzorganisation. «Eine
nachhaltige Energiepolitik basiert auf drei Säulen: dem Abschied
von der Kohle, verbesserter Effizienz und dem Ausbau der erneuerbaren
Energien», kommentierte die Leiterin des WWF-Klimareferats,
Regine Günther, die Umfrage.
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