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Trend gebrochen:
Zahl der Hungernden auf der Welt steigt
wieder an
Trotz positiver Ansätze:
Der Hunger auf der Welt nimmt wieder zu.
Berlin (dpa) - Trotz erheblicher
Fortschritte in einigen Ländern ist die Zahl der Hungernden
seit Mitte der 90er Jahre weltweit auf 842 Millionen gestiegen.
798 Millionen davon leben in Entwicklungsländern. Das geht
aus dem neuen «Bericht zu Hunger und Unterernährung
2003» hervor, den die Ernährungsorganisation der Vereinten
Nationen (FAO) am Dienstag in Berlin vorstellte.

© dpa
Straßenkind
in Bangkok: Die Zahl der Hungernden auf der Welt steigt
wieder an.
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In Ländern wie Indien, Pakistan,
Indonesien und Nigeria steigt die Zahl der Unterernährten
nach FAO-Angaben seit Mitte der 90er Jahre wieder an. In China
seien zwar große Fortschritte erzielt worden, doch habe
sich dort der Erfolg bei der Hungerbekämpfung verlangsamt.
Während die Zahl der chronisch Unterernährten in den
Entwicklungsländern in der ersten Hälfte der 90er Jahre
noch um 37 Millionen gesunken sei, habe es zwischen 1995 und 2001
einen Anstieg um 18 Millionen gegeben. «Der positive Trend
ist gebrochen», sagte Jochen Donner von der Deutschen Welthungerhilfe.
In dem Bericht heißt es,
«es gibt weltweit genügend Nahrungsmittel, um alle
Menschen ausreichend zu ernähren. Leider fehlt es aber am
politischen Willen, das Hungerproblem endgültig zu lösen.»
Vor allem die großen Länder müssten mehr tun,
um die Zahl der Hungernden zu verringern. Das Ziel des Welternährungsgipfels
von 1996, die Zahl der Hungernden bis zum Jahre 2015 zu halbieren,
sei nur noch schwer zu erreichen.
Nach Ansicht der Welthungerhilfe
zwingen die neuen Zahlen «zu sofortigem Handeln».
Notwendig sei ein verstärktes finanzielles Engagement der
Industrieländer und eine Reform der internationalen Handelsbeziehungen.
Auf Seiten der Entwicklungsländer seien Landreformen, öffentliche
Investitionen in die ländlichen Gebiete und der Aufbau demokratischer
Strukturen dringend.
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