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«Vergessener Kontinent»:
Grönemeyer wirbt um Aufmerksamkeit
für Afrika
Der Sänger Herbert Grönemeyer
hat um mehr Aufmerksamkeit für den «vergessenen Kontinent»
Afrika geworben.
Berlin/Köln (dpa) - Die
Entwicklungshilfe dürfe nicht vernachlässigt werden,
warnte Grönemeyer («Mensch») am Mittwoch in Berlin.
«Ansonsten wäre es so, als hätte man angefangen,
ein Haus zu bauen und würde dann plötzlich die Handwerker
abziehen.»
Unter der Schirmherrschaft von
Bundespräsident Johannes Rau und mit Grönemeyer als
Zugpferd starteten 26 deutsche Hilfsorganisationen die Aktion
«Gemeinsam für Afrika». Mit den Fantastischen
Vier und der Gruppe Massive Töne will der Sänger am
6. November ein Benefiz-Konzert in Oberhausen geben. An den drei
Folgetagen sind bundesweite Aktionstage geplant.
Für die Kampagne haben sich
unter anderem Ärzte ohne Grenzen, CARE, Caritas international,
die Deutsche Welthungerhilfe, der Malteser Hilfsdienst, Misereor,
terre des hommes, UNICEF, die ARD und der «Stern»
zusammengeschlossen.
Spenden können auf das Konto
400 400 «Gemeinsam für Afrika» bei der DiBa-Bank
(BLZ 500 105 17) überwiesen werden. Unter der Nummer 01805-8008
ist eine Spendenhotline geschaltet. Hauptsächlich soll das
Geld zur Unterstützung von Flüchtlingen sowie für
AIDS- und Bildungsprojekte verwendet werden.
Als Botschafter der Aktion war
Grönemeyer in der vergangenen Woche unter anderem in den
Kongo und nach Ruanda gereist und hatte dort Hilfsprojekte besucht.
«Ich war eine Woche dort, aber die Eindrücke reichen
für einen Monat», sagte der Künstler. Besonders
beeindruckt hätten ihn der Lebensmut und Aufbauwille der
Menschen. «Angesichts der Probleme, die die Leute dort haben,
muss man sich schon fragen, womit wir eigentlich tagtäglich
hadern.»
Die «stille Katastrophe»
in Afrika ist angesichts des Kampfes gegen den internationalen
Terrorismus nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks UNICEF in Vergessenheit
geraten.
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