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- 23.10.2003 -

 

 

 

Trittin: Mit erneuerbarer Energie weltweite Armut bekämpfen

Bundesumweltminister Trittin hat sich für den Ausbau erneuerbarer Energien als Mittel zur Bekämpfung der weltweiten Armut stark gemacht.

London (dpa) - Der vermehrte Einsatz von Energiequellen wie Wind- und Wasserkraft oder Sonnenlicht sowie Fortschritte im Klimaschutz «sind die zentrale Voraussetzung für Wohlstand und globalen Frieden» sowie die Halbierung der Armut bis zum Jahr 2015, sagte Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) am Donnerstag in London bei einer internationalen Konferenz zu dem Thema.

«Ein ungebremster Klimawandel mit seinen häufigen Dürren und Überschwemmungen würde die Entwicklungserfolge vieler Länder des Südens immer wieder zerstören», sagte der Minister. Deshalb müsse der Norden ein Vorbild geben und seine fossil-nukleare Energiewirtschaft durch eine nachhaltige, weltweit übertragbare ersetzen.

 


© ArtToday

Solarkraftwerk (in den USA): Arme Länder könnten innerhalb weniger Jahrzehnte Strom aus erneuerbaren Energien exportieren, so Trittin.

 

So könnten arme Länder innerhalb weniger Jahrzehnte sogar Strom aus erneuerbaren Energien exportieren. «Die Sonne ist das Öl der Sahara-Anrainer», sagte Trittin. Mit solarthermischen Anlagen könnten Küstenländer sogar gleichzeitig den Mangel an Trinkwasser abstellen.

Der Umweltminister verwies darauf, dass die Bundesregierung innerhalb von nur sechs Jahren den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung von gut vier auf rund neun Prozent angehoben hat. Inzwischen stamme weltweit mehr als jede dritte Kilowattstunde Windenergie aus Deutschland.

 

 Mehr Informationen:

BMU: Erneuerbare Energien

 

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