|
Trittin: Mit erneuerbarer Energie weltweite
Armut bekämpfen
Bundesumweltminister Trittin
hat sich für den Ausbau erneuerbarer Energien als Mittel
zur Bekämpfung der weltweiten Armut stark gemacht.
London (dpa) - Der vermehrte
Einsatz von Energiequellen wie Wind- und Wasserkraft oder Sonnenlicht
sowie Fortschritte im Klimaschutz «sind die zentrale Voraussetzung
für Wohlstand und globalen Frieden» sowie die Halbierung
der Armut bis zum Jahr 2015, sagte Umweltminister Jürgen
Trittin (Grüne) am Donnerstag in London bei einer internationalen
Konferenz zu dem Thema.
«Ein ungebremster Klimawandel
mit seinen häufigen Dürren und Überschwemmungen
würde die Entwicklungserfolge vieler Länder des Südens
immer wieder zerstören», sagte der Minister. Deshalb
müsse der Norden ein Vorbild geben und seine fossil-nukleare
Energiewirtschaft durch eine nachhaltige, weltweit übertragbare
ersetzen.

© ArtToday
Solarkraftwerk
(in den USA): Arme Länder könnten innerhalb
weniger Jahrzehnte Strom aus erneuerbaren Energien exportieren,
so Trittin.
|
So könnten arme Länder
innerhalb weniger Jahrzehnte sogar Strom aus erneuerbaren Energien
exportieren. «Die Sonne ist das Öl der Sahara-Anrainer»,
sagte Trittin. Mit solarthermischen Anlagen könnten Küstenländer
sogar gleichzeitig den Mangel an Trinkwasser abstellen.
Der Umweltminister verwies darauf,
dass die Bundesregierung innerhalb von nur sechs Jahren den Anteil
erneuerbarer Energien an der Stromversorgung von gut vier auf
rund neun Prozent angehoben hat. Inzwischen stamme weltweit mehr
als jede dritte Kilowattstunde Windenergie aus Deutschland.
|