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UN: Eine Milliarde Menschen lebt in Slums
Die Uno warnt vor einer drastischen
Zunahme der Slum-Bewohner. Die Zahl der Menschen in den Elendsvierteln
könne sich in den nächsten 30 Jahren auf zwei Milliarden
verdoppeln.
Nairobi (dpa) - Die Zahl der
Slumbewohner hat nach einem Bericht der Vereinten Nationen die
Marke von einer Milliarde erreicht. Das bedeutet, dass fast einer
von sechs Menschen auf der Erde in einem städtischen Elendsviertel
lebt. Die Zahl der Slum-Bewohner werde sich bis zum Jahre 2030
sogar noch verdoppeln, falls nicht ernsthafte Anstrengungen von
Seiten der Regierungen unternommen werden, heißt es in der
am Montag in der kenianischen Hauptstadt Nairobi veröffentlichten
Studie. Dabei sei es sinnvoller, die Lage in den Elendsvierteln
der Großstädte zu verbessern, als die Slumbewohner
umzusiedeln.
Nach Angaben der Vereinten Nationen
leben in den Entwicklungsländern derzeit 43 Prozent der Stadtbevölkerung
in Elendsvierteln. In Afrika südlich der Sahara seien es
sogar fast 72 Prozent, in Süd- und Zentralasien 58 Prozent.
Nach UN-Angaben vom Februar wird
die Weltbevölkerung insgesamt von 6,3 auf 8,9 Milliarden
im Jahr 2050 ansteigen.
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