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Hamburg: "Weltzukunftsrat"
kommt
Jakob von Uexküll, der
Stifter des "Alternativen Nobelpreises", will einen
Weltzukunftsrat berufen: "Kein Debattierclub, sondern konkrete
Reformen sind das Ziel."
Hamburg (vv) - Sie sollen moralisch
über alle Zweifel erhaben sein, wissenschaftliches Know-how
sowie ökonomische Erfahrung mitbringen: der Dalai Lama könnte
ebenso wie etwa Nelson Mandela zu jenen Persönlichkeiten
zählen, die der deutsch-schwedische Stifter des "Alternativen
Nobelpreises", Jakob von Uexküll, in einen Weltzukunftsrat
berufen will. Seine neueste Idee, wie die Menschheit Antworten
auf die drängendsten Zukunftsfragen finden soll, verriet
er jetzt der Zeitschrift "natur&kosmos" in einem
Interview für deren Jubiläumsausgabe zum 100. Geburtstag.
Das Generalsekretariat des Weltzukunftsrats
soll in Hamburg entstehen. Dort engagiert sich der Bundesdeutsche
Arbeitskreis Umweltorientiertes Management (B.A.U.M.) Uexkülls
Vision in die Tat umzusetzen. Von Südamerika aus versucht
die Organisation Earth Action bei rund 7000 NGOs weltweit weitere
mögliche Ratsmitglieder zu finden. Uexküll gegenüber
"natur&kosmos": "Sie sollen entweder so genannte
Wise Planetary Elders sein oder Pioniere wie etwa die Träger
des Alternativen Nobelpreises. Und natürlich müssen
Jugendvertreter über Lösungsideen für unsere globalen
Probleme mitreden."
Der Weltzukunftsrat dürfe
jedoch kein Debattierclub sein, versicherte von Uexküll.
Seine Empfehlungen sollen über ein Netzwerk von rund 25.000
demokratisch gewählten Abgeordneten in Parlamenten auf der
ganzen Welt in konkrete Reformschritte gegossen werden. "Seine
Legitimation", ist von Uexküll überzeugt, "wird
der Weltzukunftsrat aus der Qualität seiner Vorschläge
erhalten."
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