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Atomkraftwerke: Prognos-Institut warnt
vor Terror-Gefahren
Angesichts möglicher Terrorgefahren
hat das Schweizer Prognos-Institut die rot-grüne Bundesregierung
in ihrem Atomausstiegs-Kurs bestärkt.
Berlin (dpa) - In einem Beitrag
für die «Berliner Zeitung» (Donnerstag) erklärte
Prognos-Direktor Michael Schlesinger, mit dem 11. September 2001
hätten die Terror-Risiken zugenommen, wovon im Energiesektor
in erster Linie sensible Großanlagen wie Kernkraftwerke,
aber auch Öl- und Gaspipelines betroffen sein könnten.
«Neue Kernkraftwerke werden
- vor allem angesichts der neuen weltweiten Bedrohungslage durch
den Terrorismus - politisch kaum durchsetzbar sein», schrieb
der Experte weiter. Er stellte damit Pläne von CDU-Chefin
Angela Merkel in Frage, die angekündigt hatte, im Falle eines
Bundestagswahlsiegs der Union den Atomausstieg mit der deutschen
Stromindustrie wieder rückgängig zu machen.
Das Prognos-Institut spricht
sich dafür aus, in Deutschland die Nutzung erneuerbarer Energien
aus Wind, Biomasse oder Solarthermie entsprechend den Zielen der
Europäischen Union bis 2012 zu verdoppeln. Dadurch könne
die Abhängigkeit von Energie-Importen verringert werden,
außerdem komme man den Treibhausgasminderungs- Zielen näher.
Nicht notwendig sei dagegen der Einsatz deutscher Steinkohle.
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