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Studie: Naturschutz-Management kostet
23 Milliarden Dollar pro Jahr
Für den Erhalt und die
Ausweitung von Naturschutzgebieten müssen nach Ansicht von
Umweltschützern jährlich weltweit 23 Milliarden Dollar
aufgebracht werden.
Durban (dpa) - Das geht aus einer
am Freitag auf dem 5. Weltparkkongress in Durban (Südafrika)
präsentierten Studie hervor. Der Untersuchung zufolge fehlen
jedoch jetzt schon jährlich 2,5 Milliarden Dollar, um die
existierenden Naturparks effektiv zu verwalten. Vor allem Afrikas
Schutzgebiete gelten angesichts chronischen Geldmangels als gefährdet,
erklärten Mitarbeiter der Umwelt-Organisation Conservation
International (CI). Sie hatte gemeinsam mit einem ihr angeschlossenen
Forschungszentrum, der Universität Cambridge sowie der Organisation
BirdLife International die Studie erstellt.
«Der Geldmangel führt
in vielen Schutzgebieten der Welt zu katastrophalen Ergebnissen.
In Westafrika etwa ist die Finanzierung mancher Naturparks so
schlecht, dass Gebiete voller Elefanten, Flusspferde und Affen
nun leer sind», hieß es in einer Erklärung. Viele
der Parks bestünden angesichts anderer Prioritäten der
Regierungen lediglich noch auf dem Papier. In Äthiopien habe
mindestens ein Naturpark de facto aufgehört zu existieren,
weil er gar kein Schutzgebiet für Tiere mehr sei, erklärte
der Umweltschutz- Experte John Hanks.
Erschwerend hinzu kämen
kriegsbedingte Wirren wie in Angola, wo ein vor einem Jahr beendeter
langjähriger Konflikt mit Millionen Landminen ein tragisches
Erbe hinterlassen hat. Die Räumung der Minen allein im Luiana-Reservat
im Südosten des Landes wird auf 15 Millionen Dollar veranschlagt,
erläuterte Hanks. Die Beseitigung der Schäden durch
Raubbau im Kongobecken, wie etwa Abholzung des Regenwaldes, werde
sogar auf 200 Millionen Dollar geschätzt. Es sei schwierig,
Regierungen den Naturschutz zu vermitteln, deren Bevölkerungen
täglich neu dem Überlebenskampf ausgesetzt seien.
Für ein Umdenken müsse
klar gemacht werden, dass Naturparks - die auch den Tourismus
einschließen - auch wirtschaftliche Vorteile haben. Nur
wenige Länder Afrikas hätten dabei so konsequent wie
Botswana gehandelt, meinte Hanks. Dort lebten heute rund 60 Prozent
der Bevölkerung vom Tourismus rund um die Naturparks.
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