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USA: Bush benennt Gouverneur zum Umweltminister
- Kritik an Nominierung
US-Präsident George W.
Bush hat den langjährigen Gouverneur des Bundesstaates Utah,
Mike Leavitt, für den Posten des Chefs der Umweltschutzbehörde
EPA nominiert.
Washington (dpa) - Leavitt würde
damit die Nachfolge von Christine Todd Whitman antreten, die im
Mai ihren Rücktritt angekündigt hatte. Die einflussreiche
Umweltorganisation Sierra Club bekundete am Dienstag ihre Opposition
gegen die Nominierung.
Die Umweltorganisation warf Leavitt
vor, als Gouverneur in «geheimer» Absprache mit Innenministerin
Gale Norton, Millionen Hektar Land in Utah für Straßenbauten
und Bauentwicklung freigegeben zu haben. Damit sei sicher, dass
Leavitt zwar gut in die Regierung von Präsident George Bush
passe, aber für die Umwelt werde er eine Enttäuschung
sein. Die «Washington Post» berichtete dagegen, Leavitt
gelte als umgänglicher Mann, der in Utah oft Kompromisse
zwischen den Wünschen von Umweltschützern und den Interessen
von Unternehmen gefunden habe.
Bush bezeichnete Leavitt am Montag
als einen guten Freund und Vertrauten, der die Reinheit von Luft
und Wasser in den USA weiter verbessern werde. In den vergangenen
drei Jahrzehnten hätten die USA große Fortschritte
gemacht: «Unsere Luftqualität ist um Strecken besser
als in den 70er Jahren geworden. Deutlich mehr von unseren Seen
und Flüssen sind sicher zum Baden und Fischen, und die toxischen
Emissionen haben sich verringert.»
Sollte Leavitt vom Kongress bestätigt
werden, tritt er eine schwierige Nachfolge an. Whitman war in
den zweieinhalb Jahren an der Spitze der EPA im In- und Ausland
massiv für die Umweltpolitik der Regierung Bush kritisiert
worden, obwohl sie sich sogar oft gegen die Entscheidungen des
Weißen Hauses gewandt hatte. So war sie auch gegen den Entschluss,
sich nicht an dem Kyoto-Klimaschutzabkommen zu beteiligen.
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