vista verde - Portal für Umwelt und Natur - Werbung 

vista verde SucheNewsForumAktion

v i s t a   v e r d e   n e w s   -   P o l i t i k   &   G e s e l l s c h a f t

News - Seite 1Politik
Natur und Artenvielfalt
Wissenschaft und Technik
Wirtschaft und Energie

- 11.08.2003 -

 

 

 

 

 

SPD-Umweltexperte: Trittin muss dringend CO2-Bilanz vorlegen

Deutschland wird nach Ansicht des SPD- Umweltexperten Michael Müller das selbst gesteckte Ziel einer Reduktion von CO2 um 25 Prozent bis 2005 verfehlen.

Osnabrück (dpa) - In einem Interview der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Samstag) rief der SPD-Fraktionsvize deshalb die Bundesregierung und Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) auf, möglichst schnell eine aktuelle Kohlendioxid-Bilanz (CO2-Bilanz) zu erstellen. Damit müsse sich der Bundestag direkt nach der Sommerpause intensiv beschäftigen.

Müller sagte, ohne zusätzliche, notfalls gesetzliche Maßnahmen werde die Bundesrepublik voraussichtlich nur bei 22 Prozent landen. Der SPD-Politiker verwies zur Begründung seiner Befürchtungen auf leicht steigende CO2-Emissionen im vergangenen Winter. Um das Ziel von 25 Prozent zu erreichen, müssten sie als Hauptverursacher der Klimaveränderungen aber spürbar sinken. Ein Misserfolg wäre nicht gut für die deutsche Vorreiterrolle beim Umweltschutz.

Müller forderte Trittin auf, den Klimawandel wieder oben auf seine Prioritätenliste zu setzen und klarzustellen, dass er nach wie vor am 25-Prozent-Ziel festhält. Es falle auf, dass dieses Thema in der öffentlichen Debatte zurück gestellt worden sei. Um die CO2-Reduktion zu erreichen, sei aktuell die Wirtschaft am Zug. «Wenn die Bilanz ergibt, dass sie es alleine nicht schafft, dass sie ihre Versprechungen nicht erfüllen kann, dann muss nachgelegt werden, dann muss die CO2-Reduktion notfalls durch gesetzliche Auflagen erzwungen werden», forderte der SPD-Politiker.

Selbst eine Verringerung des Ausstoßes von Kohlendioxid um 25 Prozent reiche nicht aus. Nach 2005 müsse eine Quote von 30 Prozent EU-weit angestrebt werden. Deutschland sollte bis 2020 sogar minus 40 Prozent erreichen. Nur wenn jetzt weltweit gehandelt werde, könne eine Klimakatastrophe noch vermieden werden. Die Häufung von Wetterextremen und den heißen Sommer in Europa nannte Müller gefährliche Vorboten der Klimakatastrophe.

 

 Mehr Informationen:

Michael Müller

BMU: Klimaschutz

vista verde: Klima

 

 Lesen Sie auch:

Klimaschutz: Forscher warnen Bundesregierung vor zu hohen Zielen

Treibhausgase: Emissionshandel kann 2005 in der EU beginnen

Kein Platz mehr für Illusionen: Klima- verhandlungen im Schatten

Treibhausgase machen schlechtes Klima: Auch EU droht Kyoto-Pleite

UN-Report: Treibhausgas- Ausstoß in Industrieländern steigt wieder

EU-Osterweiterung: Öko-Institut warnt vor Umweltfolgen

Experte: Kyoto-Protokoll wird globale Klimaerwärmung nicht abwenden

UN: Trittin lädt zur Konferenz für erneuerbare Energien ein

China: Forscher warnen vor steigendem CO2-Ausstoß

Worldwatch: Umwelt-Revolution in vollem Gange - Lob für Berlin

zurück zur vorherigen Seite    nach oben

News: Seite 1 | Politik | Natur | Wissenschaft | Wirtschaft
Rubriken: Home | Suche | News | Forum | Aktion
vista verde: Impressum | Hilfe | Werbung

 

© vista verde 2003
Alle Rechte vorbehalten
Jede Vervielfältigung - auch auszugsweise - bedarf der Genehmigung