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Welttag gegen Kinderarbeit:
Millionen Kinder werden weltweit missbraucht
Millionen von Kindern werden
im Jahr weltweit gehandelt und sexuell oder zur Zwangsarbeit missbraucht.
Genf (dpa) - Darauf hat der Generaldirektor
der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Juan Somavia, in
Genf am Donnerstag anlässlich des Welttags gegen Kinderarbeit
2003 hingewiesen. Nach ILO-Schätzungen sind es 1,2 Millionen
Kinder, mit denen ein regelrechter Handel betrieben wird. Die
Organisation geht weiter davon aus, dass es weltweit fast 250
Millionen Kinderarbeiter gibt, wovon drei Viertel die schlimmsten
Formen ertragen müssen. Dazu gehören Bedingungen, die
gefährlich oder auf andere Weise ihrer Gesundheit und ihrem
Wohlergehen abträglich seien.
Nach ILO-Angaben sind die gehandelten
Kinder in einem Netzwerk gefangen, das alle Kontinente und nahezu
sämtliche Länder der Erde überspannt. Rund 73 Millionen
Kinder, die zur Arbeit gezwungen werden, sind unter zehn Jahre
alt. Und dabei sei kein Land immun, schreibt die ILO. Es gebe
2,5 Millionen arbeitende Kinder in den Industrieländern und
weitere 2,5 Millionen in den so genannten Übergangs-Ökonomien
der Länder der früheren Sowjetunion. 22.000 Kinder sterben
jedes Jahr durch Arbeitsunfälle.
In Genf wurde darauf verwiesen,
dass von den ILO-Mitgliedsstaaten bereits 1999 eine Internationale
Konvention gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit angenommen
wurde. Die meisten der insgesamt über 170 ILO-Mitglieder
haben dies auch schon ratifiziert. Armut sei einer der Hauptgründe
für die Weggabe von Kindern, schreibt die Organisation.

© DWHH
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Aktionen gegen Kinderarbeit
Anlässlich des Welttages
wollten etwa in Brasilien Staats- und Regierungsvertreter - von
Präsident Luis Inacio Lula da Silva bis hin zu Bürgermeistern
von Städten und Gemeinden - einen landesweiten Aufruf zum
Kampf gegen die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern verbreiten.
An der Grenze zwischen Niger und Mali war geplant, dass Stammesoberhäupter
Dörfer, die an der «Straße des Kinderhandels»
liegen, aufsuchen und deren Einwohner vor den Kinderhändlern
warnen. In Bangladesh wollten örtliche Wachtruppen über
Erfolg versprechende Gegenmaßnahmen bei versuchtem Kinderhandel
beraten.
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