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UNEP: Trinkwasser weltweit gefährdet
Weil in zahlreichen Regionen
der Erde natürliches Grundwasser verschmutzt wird, ist die
Versorgung von rund zwei Milliarden Menschen mit sauberem Trinkwasser
gefährdet.
(jkm) - Dies geht aus einem Bericht
des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) hervor, der
am Weltumwelttag (5. Juni) erschienen ist. Der Bericht warnt vor
der globalen Verknappung der Trinkwasser-Reserven bei gleichzeitiger
Verschwendung in Teilen der Welt.
So entnehme beispielsweise der
US-Bundesstaat Arizona dem Grundwasser jährlich 400 Millionen
Kubikmeter mehr als durch Regenfälle wieder aufgefüllt
würden. Gefährdet sei auch der riesige natürliche
Wasserspeicher, der so genannte High Plains Aquifer, der sich
unter den Bundesstaaten Colorado, Kansas, Nebraska, New Mexiko,
Oklahoma, South Dakota, Texas und Wyoming erstreckt. Der Mensch
habe dem Boden bereits ein Fünftel seines Wassers entzogen,
so der UNEP-Bericht, der Grundwasser-Pegel sei in den letzten
Jahrzehnten im Schnitt um drei, örtlich auch bis 30 Meter
gesunken. Vergleichbare Entwicklungen seien unter anderem in Mexiko
und Spanien zu beobachten. In Mexiko drohe durch den Raubbau des
Grundwassers ein Nachfließen von salzigem Meerwasser.

©
UNEP
Poster
des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) zum
Weltumwelttag.
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Die arabischen Staaten im Golf
verlieren laut UNEP viel Wasser durch schadhafte Rohrleitungen.
Das an den Küsten in Entsalzungsanlagen gewonnene Nass versickert
demnach in großen Mengen, bevor es die Städte erreicht.
Zudem werde es in Parks und Gärten verschwendet, kritisiert
der Bericht. Durch Sickerwasser drohe zudem das natürliche
Grundwasser verschmutzt zu werden.
Gleichzeitig müssen weltweit
zwei Milliarden Menschen und 40 Prozent der Landwirtschaft ohne
sichere Wasserversorgung auskommen. Brian Morris, Hydrogeologe
der British Geological Survey und Mitautor des UNEP-Berichts sagte:
"Das Problem der Grundwasser-Verwaltung liegt in der Tatsache,
dass es relativ leicht und preiswert einer großen Zahl von
Menschen zur Verfügung steht." Dadurch gehe das Bewusstsein
verloren, dass es sich wie bei anderen Ressourcen auch um einen
endlichen Reichtum handle. Dieser Umstand müsse in der künftigen
Nutzung stärker berücksichtigt werden.
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