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EU-Osterweiterung: Öko-Institut
warnt vor Umweltfolgen
Die 2004 anstehende Ost-Erweiterung
der Europäischen Union wird nach Einschätzung des Öko-Instituts
gravierende Umweltprobleme in die Gemeinschaft bringen.
Berlin (dpa) - «In einem
Großteil der neuen Mitgliedstaaten existieren Umweltprobleme,
die dringender und teilweise kurzfristiger Lösungen bedürfen»,
sagte der Energieexperte Felix Christian Matthes am Donnerstag
in Berlin. Zu den größten Herausforderungen gehörten
die Atomkraftwerke russischer Bauart, die in vielen Beitrittsländern
betrieben würden. Hier gebe es nicht nur zum Teil erhebliche
Sicherheitsmängel, sondern auch hohe Schadstoffemissionen
und Wasserverschmutzungen.
Mit der Erweiterung werde sich
in Energiefragen das Gleichgewicht in der EU verschieben. Neu
hinzu kämen Länder, die sich auf Kohle und Atomkraft
konzentrierten. Eine EU-Politik, die bisher die Förderung
der Atomenergie und Subventionen für umweltbelastende fossile
Brennstoffe abbaue, werde damit sicherlich nicht einfacher, sagte
Matthes.
Matthes betonte zugleich aber,
dass man von einigen Förder- Programmen im Bereich der Umwelt-
und Energiepolitik viel von den Beitrittskandidaten lernen könne,
da diese wegen der begrenzten finanziellen Mittel oft effizienter
oder innovativer seien.
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