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Ecuador: Erneut Öl-Unfall - Urwälder
im Amazonas verseucht
Bei einem erneuten schweren
Öl-Unfall in Ecuador sind hunderttausende Liter Erdöl
in die besonders empfindlichen Urwälder des Amazonas geflossen.
Quito (dpa) - Bei einem erneuten
schweren Öl-Unfall in Ecuador sind 5600 Barrel Erdöl
(1 Barrel entspricht 159 Liter) in die besonders empfindlichen
Urwälder des Amazonas geflossen. Nach dem Bruch einer Pipeline
durch einen Erdrutsch sei das Öl in die Flüsse El Salado
und Reventador gelangt, sagte die staatliche Betreibergesellschaft
Petroecuador. Auch zwei Tage nach dem Unglück gebe es wegen
des schwierigen Terrains und der starken Regenfälle keine
Möglichkeit, die weitere Ausbreitung des Öls zu verhindern,
berichtete die Zeitung «El Comercio» am Donnerstag.
Es war bereits der zweite Öl-Unfall binnen vier Wochen.
Am Dienstag hatten sich große
Mengen losen Gesteins, das sich beim letzten Ausbruch des Reventador-Vulkans
oberhalb der Pipeline angehäuft hatten, nach heftigen Regenfällen
gelöst. Der aktive Vulkan war zuletzt am 3. November 2002
ausgebrochen. Bei dem Erdrutsch etwa 120 Kilometer östlich
der Hauptstadt Quito war die oberirdische verlaufende Öl-Pipeline
auf einer Länge von 20 Metern zerstört worden und eine
parallel verlaufende Benzin-Pipeline leck geschlagen. Die Benzin-Pipeline
habe zur Zeit des Unglücks nur Gas enthalten, hieß
es.
Angesichts der akuten Gefahr
weiterer Erdrutsche soll die Röhre verlegt und bis zu zwei
Meter tief eingegraben werden. Durch die Region verläuft
auch die von der WestLB mitfinanzierte neue Öl- Pipeline
OCP, die im Herbst in Betrieb genommen werden soll. Umweltschützer
hatten wiederholt gewarnt, die Gegend sei geologisch zu instabil
und ökologisch zu wertvoll für den Transport von Erdöl.
Ecuador ist auf die Deviseneinnahmen jedoch dringend angewiesen.
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