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- 08.05.2003 -

 

 

 

 

 

Ecuador: Erneut Öl-Unfall - Urwälder im Amazonas verseucht

Bei einem erneuten schweren Öl-Unfall in Ecuador sind hunderttausende Liter Erdöl in die besonders empfindlichen Urwälder des Amazonas geflossen.

Quito (dpa) - Bei einem erneuten schweren Öl-Unfall in Ecuador sind 5600 Barrel Erdöl (1 Barrel entspricht 159 Liter) in die besonders empfindlichen Urwälder des Amazonas geflossen. Nach dem Bruch einer Pipeline durch einen Erdrutsch sei das Öl in die Flüsse El Salado und Reventador gelangt, sagte die staatliche Betreibergesellschaft Petroecuador. Auch zwei Tage nach dem Unglück gebe es wegen des schwierigen Terrains und der starken Regenfälle keine Möglichkeit, die weitere Ausbreitung des Öls zu verhindern, berichtete die Zeitung «El Comercio» am Donnerstag. Es war bereits der zweite Öl-Unfall binnen vier Wochen.

Am Dienstag hatten sich große Mengen losen Gesteins, das sich beim letzten Ausbruch des Reventador-Vulkans oberhalb der Pipeline angehäuft hatten, nach heftigen Regenfällen gelöst. Der aktive Vulkan war zuletzt am 3. November 2002 ausgebrochen. Bei dem Erdrutsch etwa 120 Kilometer östlich der Hauptstadt Quito war die oberirdische verlaufende Öl-Pipeline auf einer Länge von 20 Metern zerstört worden und eine parallel verlaufende Benzin-Pipeline leck geschlagen. Die Benzin-Pipeline habe zur Zeit des Unglücks nur Gas enthalten, hieß es.

Angesichts der akuten Gefahr weiterer Erdrutsche soll die Röhre verlegt und bis zu zwei Meter tief eingegraben werden. Durch die Region verläuft auch die von der WestLB mitfinanzierte neue Öl- Pipeline OCP, die im Herbst in Betrieb genommen werden soll. Umweltschützer hatten wiederholt gewarnt, die Gegend sei geologisch zu instabil und ökologisch zu wertvoll für den Transport von Erdöl. Ecuador ist auf die Deviseneinnahmen jedoch dringend angewiesen.

 

 Mehr Informationen:

"Giftiges Wasser, schmutziges Geld": Diashow und Öldossier der Medienorganisation GlobalAware

DSE/LIS: Ecuador

Über Ecuador und den Bau der OCP-Pipeline

amnesty international: Jahresbericht Ecuador


 Lesen Sie auch:

Ecuador: Bruch einer Öl-Pipeline verseucht Naturschutzgebiete

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