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Tschernobyl-Jahrestag: Trittin fordert
weltweiten Atomausstieg
Vor dem 17. Jahrestag der Reaktorkatastrophe
von Tschernobyl an diesem Samstag hat Bundesumweltminister Jürgen
Trittin zum weltweiten Atomausstieg aufgerufen.
Berlin (dpa) - «Tschernobyl
steht für einen energiepolitischen Irrweg mit unkalkulierbaren
Risiken und fatalen Folgen für Mensch und Umwelt, die bis
heute nicht bewältigt sind», erklärte Trittin
(Grüne) am Donnerstag in Berlin. «Darauf kann es nur
eine Antwort geben: Raus aus der Atomenergienutzung.» Zugleich
müsse der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben werden.
Der Bundesverband Bürgerinitiativen
Umweltschutz forderte die Bundesregierung anlässlich des
Jahrestags der Katastrophe in dem ukrainischen Meiler auf, den
beschlossenen Atomausstieg zu beschleunigen. Alle Atomanlagen
müssten sofort und nicht erst in mehreren Jahren stillgelegt
werden. Der Ausstieg dürfe «nicht erst nach einem zweiten
Tschernobyl in Biblis oder Brokdorf» erfolgen.
Die Explosion im Block 4 des
Tschernobyl-Atomkraftwerks am 26. April 1986 gilt als schlimmster
Unfall in der Geschichte der zivilen Nutzung der Kernenergie.
Über die Zahl der Opfer herrscht bei Forschern und Behörden
immer noch Uneinigkeit. Eine detaillierte Auflistung der gesundheitlichen
Schädigung der betroffenen Bevölkerung gibt es bis heute
nicht.
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