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Südliches Afrika: UNICEF warnt vor
«tödlichem Mix»
Die Vereinten Nationen haben
eindringlich vor einem «tödlichen Mix» aus Hunger
und Aids im Südlichen Afrika gewarnt.
Johannesburg (dpa) - Vor allem
die Staaten Lesotho, Malawi, Mozambik, Swasiland, Sambia und Simbabwe
seien betroffen, betonte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen
(UNICEF) am Donnerstag in einer in Johannesburg veröffentlichten
Erklärung. Dessen Leiterin Carol Bellamy wies darauf hin,
dass in den sechs Ländern mittlerweile jeder sechste Aids-Viren
in sich trage.
An der Spitze der Statistik stehe
Simbabwe, wo mehr als 33 Prozent der Bevölkerung infiziert
sind. Dahinter folge Swasiland (33,4), Lesotho (31), Sambia (21,5),
Malawi (15) und Mosambik (13). «Diese tödliche Kombination
von Nahrungsmittel-Engpässen und HIV/Aids hat für Frauen
und Mädchen ganz besonders verheerende Auswirkungen»,
meinte Bellamy.
Besonders betroffen seien Frauen
in der Altersgruppe zwischen 15 und 25 Jahren. Allein in Lesotho
seien 51,4 Prozent junger Frauen mit dem Aidserreger infiziert,
aber nur 23,5 junge Männer. In Swasiland sehe es ähnlich
aus (47/18,3). Die Zahl der Aids Waisen sei vor allem in Simbabwe
sehr stark ausgeprägt, wo 780.000 Kinder ihre Eltern durch
Aids verloren haben.
Verschärft werde die Situation
durch chronische Unterernährung, die überwiegend auf
die anhaltende Dürre zurückzuführen ist. In Mosambik
sind fast eine Million Kinder untergewichtig. Ein regionaler UNICEF-Manager
kritisierte, dass mit Ausnahme von Uganda das Aids-Thema und seine
Konsequenzen noch immer tot geschwiegen würde.
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