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- 01.04.2003 -

 

 

 

 

Handel und Entwicklung: Cotonou-Abkommen in Kraft getreten

Das so genannte Cotonou-Abkommen zu Handel und Entwicklung zwischen der Europäischen Union und 77 Staaten in Afrika, der Karabik und im Pazifik ist am Dienstag in Kraft getreten.

Brüssel/Berlin (dpa) - Der Vertrag sieht finanzielle Hilfen in Höhe von 13,5 Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren vor. Hinzu kommen 2,5 Milliarden Euro aus früheren Programmen der Entwicklungszusammenarbeit, die noch nicht abgeflossen sind. Weil sich einige EU-Staaten mit der Ratifizierung Zeit ließen, tritt das Abkommen verspätet in Kraft.

«Die Verspätung bei der Ratifizierung sollte uns nicht die ehrgeizigen Ziele vergessen lassen, die wir uns gesetzt haben», sagte EU-Entwicklungskommissar Poul Nielson. In einer Zeit des Konflikts und der Spaltung hätten sich 90 Staaten und damit mehr als die Hälfte aller Länder auf der Welt zur Zusammenarbeit und zur Solidarität zwischen Nord und Süd verpflichtet.

Das Abkommen sieht einen politischen Dialog vor, der demokratische Entwicklungen stärken soll, und schafft einen neuen Rahmen für den Warenaustausch und Investitionen. Über die vorgesehene Entwicklungshilfe soll dezentraler als bisher entschieden werden.

Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul begrüßte das Abkommen. «Endlich hat sich die EU in ihrer Entwicklungszusammenarbeit mit den Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifiks deutlich den Prinzipien der Armutsbekämpfung, der Demokratisierung und der Rechtsstaatlichkeit verpflichtet», sagte sie am Dienstag in Berlin.

Ferner sei jetzt erstmals in diesem Umfang gewährleistet, dass Staaten, die sich eines hohen Maßes an Korruption oder schweren Menschenrechtsverletzungen schuldig machen, mit Sanktionen rechnen müssten. Deutschland sei mit einem Anteil von 23,4 Prozent nach Frankreich der zweitgrößte Geber.

 

 Mehr Informationen:

Europa: Entwicklung: Cotonou-Abkommen

BMZ

DIE ZEIT: Brüssel lässt hungern

vista verde: Entwicklung

 

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