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Friedensforscher: Atomwaffeneinsatz
wird immer wahrscheinlicher
Der Einsatz von Atomwaffen
in künftigen Kriegen wird nach Ansicht des Hamburger Friedensforschers
Götz Neuneck immer wahrscheinlicher.
Hannover (dpa) - Darauf deuteten
«ungelöste regionale Konflikte und Obsessionen einzelner
Militärs» hin, sagte Neuneck am Donnerstag in einem
dpa-Gespräch am Rande einer Physikertagung in Hannover.
«Die Drohung der übermächtigen
USA, Abrüstungskriege zu führen, treibt Kräfte
an, die auf Atomwaffen setzen», sagte Neuneck. Als Beispiele
nannte er Iran und Nordkorea. «Solche Staaten werden durch
die politische Dynamik geradezu angefeuert.» Der Friedensforscher
befürchtet in den beiden Krisenherden eine «Nuklearisierung».
«Nach dem Irak-Krieg muss
die Rüstungskontrolle weltweit wieder einen Schub bekommen»,
forderte Neuneck. Vor allem in Russland sei die Sicherheit von
Atomwaffen nicht gewährleistet. Gefährlich seien alte
Sprengköpfe ohne elektronische Sicherung, die in die Hände
von Terror-Organisationen gelangen könnten. Die Möglichkeit
eines atomaren Terror-Anschlags schätzt Neuneck aber als
gering ein.
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