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Irak-Krieg: Hilfsorganisationen brauchen
Geld für Millionen Menschen
Nach Einschätzung von
Hilfsorganisationen müssen in den nächsten Monaten mehrere
Millionen Kriegsflüchtlinge und -opfer im Irak versorgt werden.
Dazu seien dringend Spenden nötig.
Hamburg/Berlin (dpa) - Im Einzelnen
rechnen Hilfswerke der Vereinten Nationen (UN) zurzeit mit rund
600.000 Flüchtlingen aus dem Irak in Nachbarländer wie
Syrien, Jordanien, Kuwait und den Iran. Außerdem würden
voraussichtlich zwei Millionen Menschen aus umkämpften Städten
in die Gebirge fliehen, erklärte die Aktion Deutschland Hilft
(ADH), ein Zusammenschluss von neun Organisationen, am Donnerstag
in Köln. Insgesamt müssten wohl zehn Millionen Menschen
mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten versorgt werden.
Bereits vor Ausbruch der Kampfhandlungen
haben sich die meisten Hilfsorganisationen auf die erwarteten
Flüchtlingsströme und den Zusammenbruch der Infrastruktur
eingestellt. So werde die Organisation World Vision vor allem
Menschen in den Anrainerstaaten versorgen. Ein erstes Flugzeug
mit Hilfsgütern im Wert von 118.000 Euro, darunter Decken,
Wasserbehälter und Plastikplanen, sei bereits in Jordanien
gelandet.
Das Kinderhilfswerk UNICEF hat
weiterhin 160 nationale Mitarbeiter unter anderem in Bagdad, Basra
sowie im kurdischen Nordirak. «Kinder werden in diesem Krieg
sterben, das ist eine Tatsache. Die Frage ist, wie viele Kinder
wir schützen können», zitierte UNICEF-Deutschland
am Donnerstag Direktorin Carol Bellamy.
Der Verein CARE betreut mit rund
60 Helfern unter anderem Krankenhäuser und Gesundheitszentren
und will sie mit täglich 500.000 Litern Trinkwasser, laktose-freier
Milch und Nahrungsmitteln beliefern.
Die Diakonie-Katastrophenhilfe
hat in Bagdad, Basra, Mosul und Kirkuk 18 Hilfszentren in Kirchen,
Schulen und Moscheen eingerichtet, um bis zu 16.000 Menschen zu
versorgen. Auch Flüchtlingslager in Syrien und Jordanien
könnten umgehend aufgebaut werden.
Die Organisationen «Brot
für die Welt» und MISEREOR riefen die USA dazu auf,
die Neutralität der humanitären Hilfe sicher zu stellen.
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