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- 05.03.2003 -

 

 

 

 

 

Wasser: Reserven weltweit knapp - UNESCO schlägt Alarm

Die UNESCO hat eine energische Politik zum Schutz des immer knapper werdenden Trinkwassers gefordert.

Paris (dpa) - Angesichts der «Untätigkeit der Politik» werde in zahllosen Regionen dieser Welt das Wasser «in bisher ungeahnten Ausmaßen» knapp, heißt es in dem am Mittwoch in Paris vorgestellten ersten Welt-Wasser-Bericht der UN- Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur.

Jeden Tag sterben in der Welt etwa 6000 Kinder unter fünf Jahren an Krankheiten, die durch verschmutztes Wasser übertragen werden. Insgesamt sind verschmutztes Wasser und mangelhafte Abwasserentsorgung die Ursache für 80 Prozent aller Krankheiten in Entwicklungsländern.

Beste Abhilfe zur Linderung der Wasserknappheit ist laut UNESCO der verstärkte Bau von Kläranlagen. Die «größte Herausforderung» sei eine Verbesserung der Bewässerungs-Techniken in der Landwirtschaft. Bislang würden etwa 60 Prozent des hier verwendeten Wassers verschwendet.

«Unter allen Krisen der Menschheit betrifft die Wasser-Krise das wichtigste Element unseres Überlebens», sagte UNESCO-Generaldirektor Koichiro Matsuura. Besorgnis erregend sei nicht nur die zunehmende Verschmutzung des Wassers sondern auch die Erhöhung seiner Temperatur.

Während in den reichen Industriestaaten Wasser verschwendet wird, bringt das Bevölkerungswachstum in den trockenen Gebieten der Erde - im Nahen Osten, in Nordafrika und Südasien - akute Wasserknappheit mit sich. Eine einzige Toilettenspülung in den Industrieländern verbraucht dem Bericht zufolge so viel Wasser, wie ein Mensch in einem Entwicklungsland pro Tag für Waschen, Trinken und Kochen zur Verfügung hat.

40 Prozent der Weltbevölkerung verfügen nicht über eine adäquate Abwasserentsorgung. 1,1 Milliarden Menschen, etwa ein Sechstel der Weltbevölkerung, haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. In den Entwicklungsländern versickern 90 Prozent der Abwässer ungeklärt oder werden in Flüsse abgeleitet.

Die größte Gesundheitsgefahr droht in Großstädten mit schlechter oder nichtexistenter Abfall- und Abwasserwirtschaft. Besonders betroffen sind afrikanische Städte, wo in 116 untersuchten Metropolen nur knapp 20 Prozent der Behausungen an eine Kanalisation angeschlossen sind.

Vom 16. bis zum 23. März tagt im japanischen Kyoto das Welt- Wasser-Forum.

 


© ArtToday

In zahllosen Regionen dieser Welt werde das Wasser in bisher ungeahnten Ausmaßen knapp, warnt die UNESCO.


 Mehr Informationen:

UNESCO: dt. Kurzfassung des Berichts (pdf)

UNESCO: International Year of Freshwater

vista verde: Wasser


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