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Dänemark ändert Klimapolitik:
Kauf von CO2-Quoten statt Windenergie
Die dänische Regierung
will den massiven Ausbau alternativer Energieformen unter anderem
durch Windkraft bremsen und stattdessen auf den Kauf von «CO2-Quoten»
in anderen Ländern setzen.
Kopenhagen (dpa) - Auf diesem
Wege könne man die im Kyoto-Protokoll eingegangene Verpflichtung
zur Reduzierung der dänischen C02-Emissionen um 21 Prozent
bis 2012 wesentlich billiger erreichen, erklärte der rechtsliberale
Umweltminister Hans Christian Schmidt am Mittwoch in Kopenhagen.
Dänemark gilt international
als Vorreiter bei der Nutzung von Windkraft mit einem Anteil von
derzeit 18 Prozent an der Stromerzeugung. Wegen der sonstigen
Dominanz von Kohlekraftwerken hat das skandinavische Land aber
auch einen nach internationalen Maßstäben hohen Anteil
an CO2-Emissionen, die als wichtige Ursache für die globale
Erwärmung gelten.
Schmidt erklärte, mit dem
nun beabsichtigten Kauf von in CO2- Quoten in anderen Ländern,
die dann ihre Emissionen entsprechend verringern müssten,
gehe die Regierung bewusst den «billigsten Weg» bei
der Klimapolitik. Da deren Probleme global seien, sei es auch
gleichgültig, in welchem Land Maßnahmen zur Verminderung
schädlicher Ausstöße ergriffen würden.
Einige Umweltorganisationen lehnen
den von Industrieländern ins Auge gefassten Kauf von C02-Quoten
bei Ländern der Dritten Welt oder in Osteuropa ab, weil sie
dies von der Verpflichtung zu vermehrten Umweltanstrengungen im
jeweils eigenen Bereich befreien könne. Die EU-Umweltminister
hatten sich im Dezember einstimmig auf ein System zum Handel mit
Treibhausgas-Emissionen geeinigt, das von 2005 an innerhalb der
EU gelten soll.
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