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Protest gegen Krieg:
Greenpeace blockiert britische Esso-Zentrale
Aus Protest gegen einen möglichen
Irak-Krieg hat Greenpeace am Montag die britische Zentrale des
Ölkonzerns Esso blockiert.
London (dpa) - Die Umweltschutz-Organisation
warf dem Esso-Besitzer ExxonMobil eine «kriegstreibende
Energiepolitik» vor. Der Ölkonzern bestritt die Vorwürfe.
Eine Sprecherin von Greenpeace
sagte, die Umweltschützer hätten an 110 britischen Esso-Tankstellen
die Benzinzufuhr gestoppt. Dabei sei es zu 40 Festnahmen gekommen.
Esso sprach von 50 Tankstellen. Außerdem versperrte Greenpeace
den Eingang der britischen Esso- Zentrale in dem südenglischen
Ort Leatherhead. Am Mittag beendete die britische Polizei die
Blockade und nahm noch einmal mindestens 24 Greenpeace-Leute fest.
Jörg Feddern, ein «Öl-Experte»
von Greenpeace, sagte, Esso sei einer der größten Nutznießer
eines möglichen Irak-Krieges. Seit Jahren finanziere der
Konzern US-amerikanische Institute und Lobby- Gruppen, die ein
militärisches Vorgehen gegen den Irak verlangten.
«Je mehr die amerikanischen
Ölvorkommen zur Neige gehen, desto mehr werden die US-Konzerne
versuchen, Zugriff auf die Vorkommen in anderen Regionen der Welt
zu bekommen», sagte Feddern. «Ein Unternehmen wie
Esso, das seit Jahren jede ernsthafte Investition in erneuerbare
Energien ablehnt - als einziges der großen Ölunternehmen
-, ist deshalb nicht nur mitverantwortlich für die Klimaerwärmung,
sondern auch für einen möglichen Krieg gegen den Irak.»
Ein Esso-Sprecher bezeichnete
es dagegen als «lachhaft», dass sich ExxonMobil für
einen Krieg gegen den Irak stark mache. Die Irak-Politik werde
von Regierungen und nicht von Unternehmen gemacht, sagte er: «ExxonMobil
hat (...) keinerlei Gespräche mit der Regierung Bush - oder
irgend einer anderen Regierung - über Militäraktionen
zum Zwecke eines Zugriffs auf irakisches Öl geführt.»
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