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Wegen möglicher Terrorgefahren:
Atomkraftwerke werden überprüft
Wegen der Gefahr von Terroranschlägen
wie am 11. September 2001 in den USA werden derzeit alle deutschen
Atomkraftwerke überprüft.
Berlin (dpa) - Die Gesellschaft
für Reaktorsicherheit (GRS) habe inzwischen Modellrechnungen
für Angriffe mit abstürzenden Passagierflugzeugen erstellt,
sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) am
Mittwoch in Berlin. Diese Modellrechnungen müssten nun mit
Blick auf die einzelnen Reaktoren gemeinsam mit den zuständigen
Landesministerien ausgewertet werden.
Noch in dieser Woche sollten
erste Gespräche mit Kraftwerksbetreibern geführt werden,
in der folgenden Woche mit den Landesministerien, sagte Trittin.
Gegen Flugzeugabstürze seien die Reaktoren unterschiedlich
geschützt. Vor Abschluss der Überprüfungen könnten
noch keine Angaben über möglicherweise notwendige Nachrüstungen
bei den Meilern gemacht werden. Trittins Haus ist für die
Reaktorsicherheit zuständig und hat die Überprüfungen
veranlasst.
Der Minister betonte, beim Genehmigungsverfahren
für die dezentralen Atommüll-Zwischenlager sei das extreme
Szenario eines Angriffs mit Flugzeugen berücksichtigt. Bereits
genehmigt sind die dezentralen Zwischenlager in Lingen und Grohnde
(beides Niedersachsen), mehrere andere sind beantragt.
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