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- 09.01.2003 -

 

 

 

 

 

 

 

Worldwatch: Umwelt-Revolution in vollem Gange - Lob für Berlin

Globale Umweltanstrengungen und mutige Initiativen wie die deutsche Energiepolitik haben nach Einschätzung des renommierten Worldwatch-Instituts eine positive Umwelt-Revolution in Gang gesetzt.

Washington (dpa) - «Das beweist, dass die Menschheit in der Lage ist, die Welt neu zu erfinden, damit die Bedürfnisse aller befriedigt werden und die Erde dabei für zukünftige Generationen nur minimal belastet wird», schreibt das angesehene Institut in seinem neuen «Zustandsbericht der Welt». Die Studie wurde am Donnerstag in Washington veröffentlicht.

Besonders heben die Autoren die deutsche Politik zu Gunsten erneuerbarer Energien hervor, der in dem knapp 250 Seiten starken Buch fünf Seiten gewidmet sind. Worldwatch stellt die gesetzliche Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland als beispielhaft heraus.

«Innerhalb eines Jahrzehnts hat Deutschland eine neue, Milliarden schwere Industrie und zehntausende Arbeitsplätze geschaffen», lobt Worldwatch. Weltweit habe die Produktion von Wind- und Solarzellenenergie in den vergangenen fünf Jahren um jährlich 30 Prozent zugenommen.

Als lobenswerte Beispiele nennt Worldwatch auch die weltweiten Bemühungen um eine Reduzierung der ozonschädigenden Fluorchlorkohlenwasserstoffe und die Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Ausrottung der Kinderlähmung.

Andere positive Zeichen seien die mit 86 Prozent sehr hohe Recycling- Quote alter Autos in den Niederlanden oder die Abschaffung der Aluminiumdosen in Dänemark. Wichtig sei etwa auch die Gewährung von Kleinstkrediten wie auf den Philippinen. Dabei erhielten die Ärmsten rund 50 Euro als lebenswichtige Starthilfe für den Weg aus dem Elend.

«Die Frage ist, wie wir unsere kreative Energie einsetzen wollen», sagte Worldwatch-Präsident Christopher Flavin. «Wenn wir Weltraumsonden mit Brennstoffzellen bauen können, können wir auch (mehr) Autos mit Brennstoffzellen herstellen. Wenn wir Metall aus Bergwerken fördern können, können wir es auch aus Abfallhalden und verlassenen Gebäuden herausholen. Wenn wir Touristen vor Malaria schützen können, können wir auch den Bevölkerungen helfen, die damit tagtäglich zu tun haben.»

Trotz der positiven Entwicklungen sei die Liste der Probleme noch lang, schränkt Worldwatch ein. An Malaria etwa sterben nach Angaben des Instituts täglich 7000 Menschen. Rund 5500 Kinder sterben jeden Tag an Krankheiten, die durch verunreinigtes Wasser und Nahrung sowie Luftverschmutzung verursacht sind.

Zudem werde die Artenvielfalt auf alarmierende Weise dezimiert. Wissenschaftler seien überzeugt, dass heute mehr Tiere aussterben als je zuvor seit dem Verschwinden der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren.

Deshalb sei es jetzt die Herausforderung, Regierungen, Industrie und Gesellschaften zu mobilisieren, dass Volkswirtschaften so gestaltet würden, dass alle Menschen profitierten und die Umwelt geschont werde.

«Wir haben in der Geschichte oft gesehen, das Völker aus Erfahrungen schnell lernen können», sagte der Studien-Herausgeber Gary Gardner. «Das wachsende Interesse an Umweltverträglichkeit in verschiedenen Sektoren der Gesellschaft könnte die nötige Energie bringen, um Pilotprojekte global auszubauen.»

 

 Mehr Informationen:

Worldwatch Institute: State of the World 2003

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