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Vereinte Nationen:
2003 ist «Jahr des Süßwassers»
Aus Sorge über die künftige
Versorgung der Weltbevölkerung mit sauberem Wasser haben
die Vereinten Nationen 2003 zum Internationalen «Jahr des
Süßwassers» ernannt.
New York (dpa) - Nach UN-Angaben
haben 1,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser.
Diese Zahl soll nach der Millenniumserklärung vom September
2000 bis 2015 halbiert werden. Das heißt aber, dass die
Ausgaben zum Erhalt der Süßwasserressourcen von derzeit
30 Milliarden Dollar (etwa 30 Mrd Euro) um wenigstens 14 bis 30
Milliarden angehoben werden müssten.
Die stellvertretende UN-Generalsekretärin
Louise Frechette gab am Donnerstag in New York den Startschuss
für die über das kommende Jahr verteilten Aktionen zum
«Jahr des Süßwassers». Sie sollen das Bewusstsein
für die Kostbarkeit von klarem, frischem Wasser schärfen
und Maßnahmen zur besseren Nutzung der Vorräte fördern.
UN- Generalsekretär Kofi
Annan befürchtet, dass Trinkwasser angesichts des wachsenden
Bedarfs und der schwindenden Reserven in der Zukunft zum Anlass
von Spannungen und bewaffneten Konflikten werden könnte.
70 Prozent für die Landwirtschaft
Nach Angaben der Vereinten Nationen
leben 2,4 Milliarden ohne zeitgemäße Sanitäranlagen.
Derzeit sterben drei Millionen Menschen jährlich an Krankheiten,
die sie sich durch verseuchtes oder infiziertes Wasser zugezogen
haben. Der Bedarf an sauberem Wasser hat sich im letzten Jahrhundert
versechsfacht.
Dabei verbraucht ein Erdenbürger
heute im Durchschnitt doppelt so viel Wasser wie noch zu Beginn
des 20. Jahrhunderts. Entsprechend mehren sich die Anzeichen für
eine künftige Wasserknappheit, unter der einige Regionen
in Nordafrika sowie West- und Südasien heute schon leiden.
UN-Statistiken zufolge fließen
70 Prozent des Süßwassers in die Landwirtschaft. Der
Anteil der Agrarwirtschaft am globalen Verbrauch ist seit 1960
um 60 Prozent gestiegen. Doch mehr als die Hälfte dieses
Wassers verdunstet oder fließt ungenutzt in Flüsse
ab, weil die Bewässerungsanlagen nicht effizient sind.
In Industrieländern wird
fast die Hälfte des Trinkwassers durch undichte Leitungen,
illegale Abzweigungen und durch Verschmutzung vergeudet.
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