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Menschenrechte: Auszeichnung für
russischen Journalisten Grigorij Pasko
Der inhaftierte russische Journalist
Grigorij Pasko ist mit dem Menschenrechtspreis 2002 der Organisation
«Reporter ohne Grenzen» ausgezeichnet worden.
Berlin/Paris (dpa) - Der frühere
Flottenkapitän sei zur Zeit in einem Arbeitslager in der
Region Wladiwostok hinter Gittern, teilte die Hilfsorganisation
bei der Preisverleihung am Dienstag in Paris mit. «Die Verurteilung
Paskos ist ein Versuch, alle kritischen Journalisten einzuschüchtern»,
sagte die Geschäftsführerin von «Reporter ohne
Grenzen» in Deutschland, Elke Schäfter.
Pasko wurde 1997 wegen Landesverrats
und Weitergabe militärischer Geheimnisse zu vier Jahren Haft
verurteilt, weil er die Verklappung von radioaktivem Müll
aus einem russischen Schiff in das Japanische Meer gefilmt und
dem Fernsehen zur Verfügung gestellt hatte. Paskos Frau Galina
Morozova nahm die mit 7600 Euro dotierte Auszeichnung in Paris
entgegen. Anlass war der internationale Tag der Menschenrechte
am Dienstag.
Pasko sei einer von insgesamt
110 Journalisten, die aktuell in Haft seien, weil sie ihr Recht
auf freie Berichterstattung wahrgenommen hätten, sagte «Reporter
ohne Grenzen». Die Organisation und die Fondation de France
verleihen seit 1992 jährlich einen Menschenrechtspreis. Geehrt
werden Journalistinnen oder Journalisten, die sich in besonderer
Weise um die Pressefreiheit in ihrem Land verdient gemacht haben.
«Reporter ohne Grenzen»
setzt sich weltweit für Journalisten ein, die vom Staat,
von religiösen und politischen Gruppen oder durch Organisiertes
Verbrechen bedroht werden.
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