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Entwicklungshilfe: Hilfswerke loben Etat
- weitere Anhebung nötig
Die Deutsche Welthungerhilfe
und das Hilfswerk terre des hommes haben die Regierungspläne
für die Entwicklungshilfe begrüßt, halten sie
aber bei weitem nicht für ausreichend.
Berlin (dpa) - Angesichts drastisch
einbrechender Steuereinnahmen sei es ein positives Zeichen, dass
der Haushalt des Entwicklungsministeriums 2003 nicht gekürzt
werde, sagte der Generalsekretär der Hungerhilfe, Volker
Hausmann, am Donnerstag in Berlin vor Journalisten. Dennoch sei
es der rot-grünen Koalition entgegen ihrer eigenen Ankündigung
nicht gelungen, den Abwärtstrend bei den Ausgaben für
die Entwicklungsländer aufzuhalten.
Die Hilfswerke legten am Donnerstag
zum zehnten Mal einen kritischen Bericht zur «Wirklichkeit
der Entwicklungshilfe» vor. Der Schwerpunkt der Hilfe müsse
noch stärker auf die Bekämpfung der Armut sowie die
Förderung von Bildung und Gesundheit gelegt werden, forderten
sie. Dies ist nach Haussmanns Worten auch im Interesse der Industrieländer.
«Denn es steht fest, dass Massenarmut und Massenhunger ein
hervorragender Nährboden für Terrorismus sind.»
Anstrengungen für Kinder
und Jugendliche verstärken
Kritisch beurteilten die Hilfswerke
die bisherige Umsetzung der Ziele des UN-Gipfels vom September
2000 (Millenniumsziele) vor allem in Hinblick auf die Situation
von Kindern und Jugendlichen. Die Bundesregierung müsse ihre
Anstrengungen besonders für Mädchen verstärken,
um das Recht auf Grundschulbildung wie geplant bis zum Jahr 2015
umsetzen zu können, unterstrich terre des hommes-Vorstand
Peter Mucke.
«Auf dem so entscheidenden
Sektor Bildung hat die Bundesregierung die Chance zu zeigen, dass
ihr das Schicksal der Kinder in der Dritten Welt ein Anliegen
ist.» Bildung sei die Voraussetzung, um Kinderarbeit einzudämmen
und besonders den Mädchen bessere Zukunftschancen zu ermöglichen.
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