|
Welttag: Annan warnt vor mutwilliger
Umweltzerstörung in Kriegen
Die Umwelt verdient nach den
Worten von UN- Generalsekretär Kofi Annan in Kriegen und
bewaffneten Konflikten ähnlich festgeschriebene Schutzmaßnahmen
wie etwa die Zivilbevölkerung.
New York (dpa) - In einer Erklärung
zum «Internationalen Tag für die Verhütung des
Missbrauchs der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten»
warnte Annan die Weltgemeinschaft am Dienstag davor, die Zerstörung
der Umwelt als «absichtliches Kriegsziel» zu betreiben.
Der neue Welttag wird nach einem Beschluss der UN-Vollversammlung
an diesem Mittwoch zum ersten Mal begangen.
Krieg ruft nach Annans Feststellung
nicht nur menschliches Leid hervor, sondern kann auch verheerende
Folgen für die Umwelt haben. Verschmutzungen durch Öl
und Chemikalien nach Bombenangriffen, Landminen, Blindgänger
und andere Kriegsmittel wirkten sich noch lange nach der Wiederherstellung
eines Friedens negativ auf die Umwelt und damit die in ihr lebende
Bevölkerung aus, heißt es in Annans Erklärung.
Zwar gebe es internationale Konventionen
zur Nicht-Verbreitung atomarer, chemischer und biologischer Waffen.
Aber neue Technologien wie abgereicherte Uranmunition stellten
eine bisher unbekannte Gefahr für die Umwelt dar. Deshalb
sollte die moderne Kriegsführung auch feste Regeln für
den Erhalt der Umwelt auferlegt bekommen - ähnlich wie seit
längerem Schutzmaßnahmen für betroffene Bevölkerungen
und für Kriegsgefangene festgeschrieben seien.
|