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Klima-Protest: Greenpeace besetzt 28
ESSO-Tankstellen in Luxemburg
Aus Protest gegen die Umweltpolitik
des Mineralölkonzerns Exxon Mobil haben 650 Greenpeace-Aktivisten
am Freitag einen Tag lang die 28 ESSO-Tankstellen des Konzerns
in Luxemburg besetzt.
Wasserbillig (dpa) - An der größten
ESSO-Tankstelle in Wasserbillig an der deutschen Grenze ketteten
sich mehr als 100 Umweltschützer an die etwa 30 Zapfsäulen.
Wie Greenpeace-Sprecher Björn Jettka sagte, wollten die Umweltschützer
den Tankbetrieb blockieren. Exxon Mobil sei der einzige Konzern,
der nicht in erneuerbare Energien investiere. Zu ernsten Zwischenfällen
kam es nach Informationen der Luxemburger Polizei nicht.
Exxon Mobil habe jedoch zivil-
und strafrechtliche Schritte eingeleitet, sagte der Sprecher der
luxemburgischen Polizei, Vic Reuter, auf Anfrage. Die von morgens
6.00 Uhr bis 20.00 Uhr geplanten Aktionen verliefen zunächst
friedlich, sagte Reuter. Nur ein Pächter einer Tankstelle
bei Esch/Alzette habe die Demonstranten von seinem Gundstück
getrieben. Darauf blockierten sie die Zufahrt zum Grundstück.
Die Polizei schritt nicht ein.
Der Direktor von Greenpeace Luxemburg,
Pascal Husting, schätzte den Umsatzverlust der ESSO-Stationen
in Luxemburg auf rund eine Million Euro. «Der Konzern muss
aufhören, die weltweiten Klimaprotokolle zu sabotieren»,
sagte Deutschlands Greenpeace- Sprecher Jettka. Exxon Mobil unterstütze
mit seiner politischen Lobbyarbeit eine klimafeindliche Umweltpolitik
der USA. «Der Ölkonzern bestreitet bis heute, dass
die Verbrennung von Öl, Kohle und Gas das Klima erwärmt
und die Stärke und Häufigkeit von Unwettern und Flutkatastrophen
erhöht», sagte Jettka.
An der Aktion nahmen Umweltschützer
aus 31 Ländern teil. Einige zogen in Anlehnung an das Markenzeichen
von ESSO ein Tiger-Kostüm an und kletterten auf die Dächer
der Tankstellen. Der Protest ist Teil der weltweiten «Stoppt
Esso-Woche», die Greenpeace parallel zur UN- Klimakonferenz
in Neu Dehli (Indien) organisiert.
vista verde special: Klimagipfel
in Neu Delhi
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