vista verde - Portal für Umwelt und Natur - Werbung 

vista verde SucheNewsForumAktion

v i s t a   v e r d e   n e w s   -   P o l i t i k   &   G e s e l l s c h a f t

News - Seite 1Politik
Natur und Tiere
Wissenschaft und Technik
Wirtschaft und Energie

- 23.10.2002 -

 

 

 

 

 

 

Warnung vor Klimawandel:

UN-Konferenz in Neu Delhi eröffnet

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat in der indischen Hauptstadt Neu Delhi eine neue Verhandlungsrunde zum weltweiten Klimaschutz begonnen.

Neu Delhi (dpa) - Der Klimawandel wirke sich bereits auf das Leben auf der Erde aus und sei besonders für ärmere Länder ein großes Risiko, sagte der Konferenzpräsident, Indiens Umweltminister T.R. Baalu, zum Auftakt der zehntägigen UN-Tagung am Mittwoch vor rund 3000 Delegierten aus mehr als 180 Ländern. Das Kyoto-Protoll zur Verminderung von Treibhausgasen müsse so schnell wie möglich in Kraft treten und umgesetzt werden.

«Häufige Fluten und Dürren haben ernste Folgen», warnte Baalu. In Entwicklungsländern steige auf Grund drohender negativer Folgen der Erderwärmung das Armuts- und Hungerrisiko. Deshalb müssten Klimaschutz und umweltgerechte Entwicklung miteinander verknüpft werden. Dazu werde zum Abschluss der Konferenz eine «Deklaration von Neu Delhi» verabschiedet.

Trotz aller Weichenstellungen auf den vorangegangen Konferenzen in Bonn und Marrakesch ist das Kyoto-Protokoll von 1997 immer noch nicht in Kraft. Dazu fehlt nach dem Ausstieg der USA von den Kyoto- Vereinbarungen noch die Teilnahme Russlands. In Neu Delhi soll dafür der Weg freigemacht werden.

Daneben wird darüber beraten, wie in den einzelnen Ländern eine Verminderung der Treibhausgase erreicht werden soll. Dabei können auch der Handel mit so genannten Emissionsrechten und klimafreundliche Projekte in Entwicklungsländern (wie Aufforstungen oder Anlagen mit erneuerbarer Energie) angerechnet werden. Umweltverbände mahnten, hierbei zu echten Reduktionen zu kommen.

Die Perspektiven für den weiteren Klimaschutz sollen in Neu Delhi ebenfalls sondiert werden. Das Kyoto-Protokoll reicht nur bis 2012 und zieht bislang nur Industriestaaten in die Verantwortung. Sie müssen ihre wichtigsten Treibhausgase bis 2012 um durchschnittlich 5,2 Prozent (im Vergleich zu 1990) verringern. Entwicklungs- und vor allem Schwellenländer sollen nach 2012 in die Pflicht genommen werden.

Nach ihrer Abkehr vom Kyoto-Protokoll sind die USA wie bereits auf den vorherigen Konferenzen auch in Neu Delhi zwar mit einer Delegation präsent. Sie sehen sich selbst aber nur in der Rolle eines Beobachters, der nicht in das Verhandlungsgeschehen eingreift. Nach den Vorverhandlungen auf Beamtenebene wird Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) zum Ministerteil der Konferenz Mitte nächster Woche nach Indien reisen.

 

  vista verde special: Klimagipfel in Neu Delhi

 Mehr Informationen:

UNFCCC: COP 8

BMU: Klimaschutz

vista verde special: Klimagipfel in Neu Delhi


 Lesen Sie auch:

Trittin: Russland muss mitziehen

Luftverkehr: Ökonom warnt vor klimafeindlicher Fehlorientierung

Klimaschutz: Neue Klimarunde in Neu Delhi - Kyoto-Protokoll noch nicht in Kraft

Prima Klima: Geld sparen mit Umweltschutz

IEA-Prognose: Energieverbrauch steigt bis 2030 um zwei Drittel

Nach dem Weltgipfel: 80 Staaten sichern Ausbau erneuerbarer Energien zu

Nach Energie-Beschluss: Scharfe deutsche Kritik an USA und OPEC

Klimaschutz: Wirtschaftsforscher schlagen Alarm

Klimaexperte: Münchener Rück rechnet mit weiteren Katastrophen

zurück zur vorherigen Seite    nach oben

News: Seite 1 | Politik | Natur | Wissenschaft | Wirtschaft
Rubriken: Home | Suche | News | Forum | Aktion
vista verde: Impressum | Hilfe | Werbung

 

© vista verde 2002
Alle Rechte vorbehalten
Jede Vervielfältigung - auch auszugsweise - bedarf der Genehmigung