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Vegetarier-Bund:
Fleischkonsum in Deutschland sinkt weiter
Die Deutschen essen immer
weniger Fleisch. Der durchschnittliche Fleischkonsum pro Kopf
der Bevölkerung ist nach Angaben des Vegetarier-Bundes zwischen
1988 und 2001 um rund zehn auf knapp 60 Kilogramm jährlich
gesunken.
Berlin (dpa) - Dies berichtete
der Vorsitzende des Bundes, Thomas Schönberger, in Berlin
aus Anlass des Weltvegetariertages am Dienstag. Bekannten sich
1983 0,6 Prozent der Bevölkerung dazu, völlig auf Fleisch
zu verzichten, sind es laut aktuellen Befragungen bereits acht
Prozent und damit umgerechnet sechs Millionen Bundesbürger.
Noch höher sei die Zahl
der «Fleischreduzierer», sagte Schönberger. Nach
einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa habe jeder
vierte Bundesbürger den Fleischkonsum reduziert. Und die
jüngste Shell-Studie habe gezeigt, dass unter den Jugendlichen
36 Prozent öfter vegetarisch essen. Die reinen Vegetarier
sind demnach vor allem weiblich, jung und gut ausgebildet.
Neben dem ethischen Aspekt, Tiere
als Mitgeschöpfe anzusehen, bedeute Fleischverzicht oft auch
Protest gegen Massentierhaltung, sagte der Filmemacher und Tierschützer
Manfred Karremann. «Viele Fleischkonsumenten werden zu Tierquälern,
ohne es zu wollen», meinte Karremann.
Vegetarier lebten im Schnitt
ein bis zwei Jahre länger, berichtete Bernd Küllenberg
von der Reformhaus-Akademie. Mehrere Studien aus Deutschland,
Großbritannien und den USA hätten bei Vegetariern eine
um 50 Prozent niedrigere Sterberate im Vergleich zu «Normalessern»
gezeigt. Dies hänge allerdings auch mit einem insgesamt höheren
Gesundheitsbewusstsein der Vegetarier zusammen.
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