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Afghanistan: UNEP untersucht erstmals
Umweltschäden nach Konflikten
Die Auswirkungen jahrzehntelanger
Konflikte auf die Umwelt in Afghanistan werden erstmals von einem
Expertenteam des UN-Umweltprogramms (UNEP) erfasst.
Nairobi (dpa) - Wie die Organisation
am Donnerstag an ihrem Hauptsitz in Nairobi (Kenia) mitteilte,
seien am selben Tag 20 afghanische wie internationale Umweltspezialisten
von der Hauptstadt Kabul aus in umliegende Regionen aufgebrochen,
um dort Boden- und Wasserproben zu entnehmen.
«Die Umwelt wird häufig
vergessen, wenn Konflikte enden und der Wiederaufbau beginnt,
doch eine gesunde Natur ist die Grundlage für menschliche
Gesellschaften und Zivilisation», sagte UNEP- Exekutivdirektor
Klaus Töpfer in der kenianischen Hauptstadt.
Ein erfolgreicher Wiederaufbau
Afghanistans müsse daher auch Bemühungen zur Wiederbelebung
der Natur und zum Wildschutz beinhalten. Verseuchte Regionen müssten
gereinigt und natürliche Ressourcen wie Wasser und Wälder
nachhaltig verwaltet werden.
Nach Schätzungen von UNEP
wurden seit 1979 bis zu 30 Prozent der Wälder des Landes
vernichtet. Lediglich zwei Prozent der Fläche sind noch bewaldet.
Die Zahl der Weideflächen, Wasserquellen und landwirtschaftlichen
Nutzflächen wurde ebenfalls drastisch verringert.
«In fast 30 Jahren des Konflikts
ist die Umwelt Afghanistans schwer durch militärische Aktivitäten,
Flüchtlingsströme und der Ausbeutung natürlicher
Ressourcen beschädigt worden», sagte der Vorsitzende
der UNEP-Task Force für Afghanistan, Pekka Haavisto. «Die
Dürre der letzten drei Jahre hat den Schaden noch verstärkt.»
Die Ergebnisse des Untersuchungsteams
sollen im Dezember dieses Jahres veröffentlicht werden. Der
Bericht soll auch Empfehlungen für die Beseitigung der Umweltschäden
enthalten.
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