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- 04.09.2002 -

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was tun nach Johannesburg? - Handeln!

Zwei klare Ergebnisse hat der Weltgipfel in Johannesburg gebracht: Armutsbekämpfung und Umweltschutz können nur gelingen, wenn sich Politiker, Unternehmer und Bürger gemeinsam dafür einsetzen.

Johannesburg (dpa) - Und jeder Wohlhabende hat die Chance, sich zu einem nachhaltig wirtschaftenden Menschen zu entwickeln. Auf dem Weltgipfel wurde dazu eine bunte Palette von Hilfen vorgestellt:

Energie

Jeder Mensch hat die Möglichkeit, die von ihm verursachten Treibhausgase zu kompensieren. Der Kohlendioxid-Rechner im Internet rechnet unter www.klimabalance.de auf Grund der Lebensführung den jeweiligen Kohlendioxidausstoß aus. Er gibt einen Spenden-Betrag an, mit dem das Aktionsprogramm Projekte zum Einsatz erneuerbarer Energien unterstützt. Auch die deutsche Delegation flog so bereits kohlendioxid-neutral zum Gipfel. Sie unterstützte mit 10.000 Euro den Bau von Energiespar-Häusern in Südafrika.

Fünf Dollar pro Flugstunde kostet das «Climate-Ticket» einer Schweizer Studenteninitiative. Mit den ersten Einnahmen wurde die Dieselheizung einer Schule in Costa Rica durch Sonnenenergie ersetzt. Das spart pro Jahr 50.000 Liter Heizöl.

Entwicklungshilfe

Bereits in einer UN-Deklaration von 1970 und erneut auf dem Erdgipfel in Rio versprachen die Industriestaaten, ihre Entwicklungshilfe auf 0,7 Prozent des Bruttosozialprodukts zu steigern. 0,7 Prozent entspricht bei einem Bruttoeinkommen von 3000 Euro einer Spende von 21 Euro pro Monat.

Fischerei

Wenig überfischt aber gut beobachtet wird derzeit der Bestand des Nordseeherings. Dagegen hat sich der Makrelen-Bestand in der Nordsee noch nicht erholt. Da ist es besser, Atlantik-Makrelen zu essen. Shrimps werden heute oft in Aqua-Farmen gezüchtet, die nur wenige Arbeitsplätze schaffen, aber ganze Mangrovenwälder zerstören.

Handel

Bananen, Kaffee, Schokolade, Wein - Produkte, für die Arbeiter in Entwicklungsländern einen fairen Preis erhalten, gibt es in vielen Weltläden. Im Vorfeld des Gipfels hatte der Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung ein Pilotprojekt für umweltfreundliche Waren gestartet.

Konsumverhalten

Erdbeeren im Winter und Reisen in die Karibik - die globalen Folgen unseres Lebensstils haben 400 Autoren aus 12 europäischen Ländern für das Online-Magazin für europäische Konsumenten «Yomag» untersucht. Der WWF hat einen spielerischen Persönlichkeitstest, den "Footprint" entwickelt, bei dem man sein Klimaverhalten überprüfen kann.

Wälder

Das Holzsiegel FSC garantiert, dass beim Holzabbau die Umwelt sowie die Rechte der Arbeiter und Waldbewohner berücksichtigt wurden. Baumärkte und Möbelläden bieten laut World Wide Fund for Nature (WWF) weltweit mehr als 20.000 verschiedene Produkte mit dem Siegel an, Tische ebenso wie Bretter.

Wasser, Boden, Luft

Die umweltfreundlichsten Chemikalien sind solche, die gar nicht erst entstehen. Zumindest in Deutschland gibt es chlorfrei gebleichtes Papier, ungespritztes Gemüse und biologisch erzeugten Kaffee zu kaufen.

Wüsten

Gründe für die Wüstenbildung sind unter anderem die Abholzung, Überweidung und Auslaugung des Bodens. Eine Hauptursache dafür ist die steigende Zahl der Menschen. Nach Auskunft der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung haben mehr als 300 Millionen Paare in Entwicklungsländern keinen Zugang zu Verhütung. Die Stiftung in Hannover unterstützt unter anderem Aufklärung und Verhütung in diesen Staaten.

 

         vista verde special: Weltgipfel in Johannesburg

vista verde special: Weltgipfel in Johannesburg

 

 Mehr Informationen:

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special zum Welgipfel


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