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Umfrage: Klimaschutz kein großes
Thema für junge Menschen
Viele Jugendliche in Deutschland
sind über Treibhauseffekt und Klimaschutz einer Forsa-Umfrage
zufolge schlecht informiert.
Berlin/München (dpa) - In
der Altersgruppe der 16- bis 21-Jährigen hatten nur drei
von zehn der Befragten schon etwas über Klimaschutz gelesen
oder gesehen. Bei den 40- bis 59-Jährigen waren es immerhin
sieben von zehn, ergab die Umfrage im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur
(dena) in Berlin. «Klimafolgen werden wahrgenommen als etwas,
das entfernt stattfindet, wie Überschwemmungen in der Südsee»,
sagte die Geschäftsführerin der Energie-Agentur, Kristina
Steenbock, am Freitag. «Erst die Flut hat deutlich gemacht,
dass in unseren Breiten mit Folgen gerechnet werden muss.»
Sechs von zehn Jugendlichen halten
sich der Umfrage mit insgesamt 1000 Teilnehmern zufolge zwar für
gut informiert, wie die «Süddeutsche Zeitung»
berichtete. Nur jeder Siebzehnte wusste jedoch, dass er durch
Energiesparen selbst zum Klimaschutz beitragen kann. Dieser Widerspruch
zeige, dass der Klimaschutz kein wichtiges Gesprächsthema
im Umfeld Jugendlicher sei, sagte Steenbock. «Sie merken
nicht, dass sie wenig wissen.» Gerade Jugendliche lebten
ganz in der Gegenwart. «Solange ein Thema nicht in ihrem
Alltag angekommen ist, besteht für sie kein Grund, sich damit
zu befassen.»
Mit einer Kampagne will die «dena»
alltägliche Energiespar- Möglichkeiten in Privathaushalten
bekannter machen. Das von den Bundesministerien für Wirtschaft,
Umwelt und Verkehr sowie der Kreditanstalt für Wiederaufbau
(KfW) getragene Unternehmen arbeite seit dem Jahr 2000 daran,
energieeffizienten Technologien und erneuerbaren Energien den
Markt zu öffnen, erklärte Steenbock.
Der Umfrage zufolge glaubten
nur 42 Prozent der 16 bis 29- Jährigen, dass sie selbst im
Alltag etwas zum Klimaschutz beitragen können. Bei den 30-
bis 49-Jährigen waren es dagegen immerhin 53 Prozent. Ein
einfaches Beispiel der Energie-Agentur zeigt, wie wirkungsvoll
das Energiesparen im Privaten sein kann: Wenn alle Geschirrspüler
in europäischen Haushalten ein Gerät der A-Klasse wären,
könnten zwei Kraftwerke eingespart werden.
Das Thema Mülltrennung habe
gezeigt, dass das Interesse am Umweltschutz zu wecken sei. Jedes
Kind wisse, wie richtig das Sortieren von Abfall sei, sagte Steenbock.
«Einen ähnlichen Umgang brauchen wir auch beim Umgang
mit Energie.»
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