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- 30.08.2002 -

 

 

 

 

 

Umfrage: Klimaschutz kein großes Thema für junge Menschen

Viele Jugendliche in Deutschland sind über Treibhauseffekt und Klimaschutz einer Forsa-Umfrage zufolge schlecht informiert.

Berlin/München (dpa) - In der Altersgruppe der 16- bis 21-Jährigen hatten nur drei von zehn der Befragten schon etwas über Klimaschutz gelesen oder gesehen. Bei den 40- bis 59-Jährigen waren es immerhin sieben von zehn, ergab die Umfrage im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur (dena) in Berlin. «Klimafolgen werden wahrgenommen als etwas, das entfernt stattfindet, wie Überschwemmungen in der Südsee», sagte die Geschäftsführerin der Energie-Agentur, Kristina Steenbock, am Freitag. «Erst die Flut hat deutlich gemacht, dass in unseren Breiten mit Folgen gerechnet werden muss.»

Sechs von zehn Jugendlichen halten sich der Umfrage mit insgesamt 1000 Teilnehmern zufolge zwar für gut informiert, wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtete. Nur jeder Siebzehnte wusste jedoch, dass er durch Energiesparen selbst zum Klimaschutz beitragen kann. Dieser Widerspruch zeige, dass der Klimaschutz kein wichtiges Gesprächsthema im Umfeld Jugendlicher sei, sagte Steenbock. «Sie merken nicht, dass sie wenig wissen.» Gerade Jugendliche lebten ganz in der Gegenwart. «Solange ein Thema nicht in ihrem Alltag angekommen ist, besteht für sie kein Grund, sich damit zu befassen.»

Mit einer Kampagne will die «dena» alltägliche Energiespar- Möglichkeiten in Privathaushalten bekannter machen. Das von den Bundesministerien für Wirtschaft, Umwelt und Verkehr sowie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) getragene Unternehmen arbeite seit dem Jahr 2000 daran, energieeffizienten Technologien und erneuerbaren Energien den Markt zu öffnen, erklärte Steenbock.

Der Umfrage zufolge glaubten nur 42 Prozent der 16 bis 29- Jährigen, dass sie selbst im Alltag etwas zum Klimaschutz beitragen können. Bei den 30- bis 49-Jährigen waren es dagegen immerhin 53 Prozent. Ein einfaches Beispiel der Energie-Agentur zeigt, wie wirkungsvoll das Energiesparen im Privaten sein kann: Wenn alle Geschirrspüler in europäischen Haushalten ein Gerät der A-Klasse wären, könnten zwei Kraftwerke eingespart werden.

Das Thema Mülltrennung habe gezeigt, dass das Interesse am Umweltschutz zu wecken sei. Jedes Kind wisse, wie richtig das Sortieren von Abfall sei, sagte Steenbock. «Einen ähnlichen Umgang brauchen wir auch beim Umgang mit Energie.»

 

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 Mehr Informationen:

dena: Aktion Klimaschutz

vista verde:
- Klimaschutz
- special zum Welgipfel


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