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- 16.08.2002 -

 

 

 

 

Greenpeace: Mit Hochwasser-Sperrmüll gegen Ölindustrie protestiert

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat zwei Lastwagenladungen mit Sperrmüll aus den Hochwassergebieten in Dresden und Grimma vor das Gebäude des Mineralölwirtschaftsverbandes gekippt, um gegen die «klimaschädliche Politik der Ölkonzerne» zu protestieren.

Hamburg (dpa) - Da bei der Verbrennung von Öl das Treibhausgas Kohlendioxid entsteht, seien die Ölkonzerne mitschuldig am Klimawandel und an den Schäden an Elbe und Donau, erklärte die Klimaexpertin von Greenpeace, Gabriela von Goerne, am Mittwoch in Hamburg.

Verbandssprecherin Barbara Meyer-Burkow erklärte dazu: «Die monokausale Erklärung - da ist Hochwasser und die Ölindustrie ist schuld - ist nicht gerechtfertigt. Das Problem ist viel komplexer.» Die Ölindustrie fördere mit Investitionen erneuerbare Energien und trage auch dazu bei, dass die Konzepte umgesetzt würden.

«Ölkonzerne profitieren, Flutopfer verlieren»

«Ölkonzerne profitieren, Flutopfer verlieren», hieß es auf den Greenpeace-Transparenten. Die Ölmultis sollten in Solar- und Windenergie, Wasserkraft und Biomasse investieren, sie seien mitschuldig an den Schäden an Elbe und Donau. «Wer mitschuldig ist, muss auch mit zahlen», sagt von Goerne. «Klimaschutz ist Katastrophenschutz.»

Nach Angaben von Meyer-Bukow wurden die Hochwasseropfer und Helfer von den Ölunternehmen durch Geldspenden, die Hilfe von Spezialisten für defekte Ölheizungen sowie Sachspenden wie Öl-Lieferungen unterstützt.

 

 

 


© dpa

Greenpeace hat am Mittwoch zwei Lastwagenladungen mit Sperrmüll aus den Hochwassergebieten vor das Gebäude des Verbandes der Mineralölwirtschaft in Hamburg gekippt.

 

 Mehr Informationen:

Greenpeace

Mineralölwirtschafts- verband


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