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- 16.08.2002 -

 

 

 

 

Greenpeace: Protest gegen Ölkonzern - Soforthilfen gefordert

Aus Protest gegen die «klimaschädliche Geschäftspolitik» des Ölkonzerns ExxonMobil (Esso) haben Greenpeace- Aktivisten vor der Europa-Zentrale in Hamburg mehrere hundert Sandsäcke abgeladen.

Hamburg (dpa/ots/vv) - Unter Sirenenalarm hielten die Umweltschützer am Freitag Fotos der aktuellen Überschwemmungen mit der Bildunterschrift «powered by Esso» hoch. «Auch die Ölkonzerne tragen eine Verantwortung für die sintflutartigen Regenfälle und überschwemmten Wohnviertel. Wer mitschuldig ist am Klimachaos, der muss auch zur Kasse gebeten werden», sagte Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid.

Gleichzeitig forderte Smid die Öl-Firmen zur finanziellen Soforthilfe für die Hochwasser-Regionen auf. Darüber hinaus sollten die Ölmultis massiv in den Ausbau von Solar-, Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse investieren.

«Es ist billiger, vorsorglich in den Klimaschutz und in erneuerbare Energien zu investieren, als in den nächsten Jahrzehnten ständig die Schäden von Orkanen und Sintfluten zu beheben», so Smid.

Anders als andere Ölkonzerne investiere Esso bisher nicht in erneuerbare Energien. Auch die Absage der USA an das internationale Klimaschutzprotokoll von Kyoto würde auf den Einfluss des Ölmultis zurückgehen, so Greenpeace.

Zum UN-Weltgipfel für Umwelt und Entwicklung in Johannesburg fordert Greenpeace, dass sich die Regierungsvertreter auf eine globale Rahmenvereinbarung für ein Umwelthaftungsrecht einigen. Ab dem Jahr 2005 sollten dann Großkonzerne weltweit für Umweltvergehen zur Verantwortung gezogen werden können.

 

         vista verde special: Weltgipfel in Johannesburg

vista verde special: Weltgipfel in Johannesburg


© dpa

Eine Greenpeace-Aktivistin stapelt vor dem Esso-Haus in Hamburg während einer symbolischen Protestaktion Sandsäcke zu einer Mauer.

 

 Mehr Informationen:

Greenpeace : "StoppEsso"- Kampagne

ESSO

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