|
Greenpeace: Protest gegen Ölkonzern
- Soforthilfen gefordert
Aus Protest gegen die «klimaschädliche
Geschäftspolitik» des Ölkonzerns ExxonMobil (Esso)
haben Greenpeace- Aktivisten vor der Europa-Zentrale in Hamburg
mehrere hundert Sandsäcke abgeladen.
Hamburg (dpa/ots/vv) - Unter
Sirenenalarm hielten die Umweltschützer am Freitag Fotos
der aktuellen Überschwemmungen mit der Bildunterschrift «powered
by Esso» hoch. «Auch die Ölkonzerne tragen eine
Verantwortung für die sintflutartigen Regenfälle und
überschwemmten Wohnviertel. Wer mitschuldig ist am Klimachaos,
der muss auch zur Kasse gebeten werden», sagte Greenpeace-Klimaexperte
Karsten Smid.
Gleichzeitig forderte Smid die
Öl-Firmen zur finanziellen Soforthilfe für die Hochwasser-Regionen
auf. Darüber hinaus sollten die Ölmultis massiv in den
Ausbau von Solar-, Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse investieren.
«Es ist billiger, vorsorglich
in den Klimaschutz und in erneuerbare Energien zu investieren,
als in den nächsten Jahrzehnten ständig die Schäden
von Orkanen und Sintfluten zu beheben», so Smid.
Anders als andere Ölkonzerne
investiere Esso bisher nicht in erneuerbare Energien. Auch die
Absage der USA an das internationale Klimaschutzprotokoll von
Kyoto würde auf den Einfluss des Ölmultis zurückgehen,
so Greenpeace.
Zum UN-Weltgipfel für Umwelt
und Entwicklung in Johannesburg fordert Greenpeace, dass sich
die Regierungsvertreter auf eine globale Rahmenvereinbarung für
ein Umwelthaftungsrecht einigen. Ab dem Jahr 2005 sollten dann
Großkonzerne weltweit für Umweltvergehen zur Verantwortung
gezogen werden können.
|