|
Weizsäcker: Globalisierung Ursache
für Scheitern des Umweltgipfels
Ein «Sturm der Globalisierung»
ist nach Auffassung des Naturwissenschaftlers Ernst Ulrich von
Weizsäcker dafür verantwortlich, dass die Ziele des
Klimagipfels von Rio de Janeiro 1992 nicht erreicht worden sind.
Osnabrück (dpa) - «Umwelt,
Langfristigkeit, Nachhaltigkeit wurden auf einmal als Luxus angesehen»,
sagte der langjährige Präsident des Wuppertaler Instituts
für Klima, Umwelt und Energie in einem Gespräch mit
einer Kooperation von acht nord- und ostdeutschen Kirchenzeitungen.
Sollte auch der bevorstehende
Gipfel von Johannesburg scheitern, bedeute dies einen «bösen
Sieg der Ellenbogenmentalität», sagte SPD- Mitglied
von Weizsäcker. Er selbst werde als Mitglied der Bundestags-
Delegation an dem Gipfel in Südafrika teilnehmen.
«Johannesburg kann im Konkreten
internationale Regeln und privatwirtschaftlich-staatliche Vereinbarungen
bringen», zitieren die acht katholischen Bistumszeitungen
den Biologen und Physiker. Dazu zählten die Verbesserung
der Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Wasserspartechnologien.
Auch Anreizsysteme für umweltverträgliches
Verhalten von Herstellern und Verbrauchern, die Sicherung der
Entwicklungsfinanzierung, Umwelt-Haftungsregeln und eine institutionelle
Stärkung der UNO in Umweltfragen seien wichtige Ziele.
|