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Verbände und Politiker: Verbraucherrechte
besser schützen
Verbraucherverbände,
Politiker, UN-Vertreter und Wissenschaftler haben einen besseren
Schutz der Verbraucherrechte in der internationalen Politik angemahnt.
Berlin (dpa) - Die Vorsitzende
des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Edda Müller,
kritisierte am Donnerstag laut Mitteilung bei einem Kongress zu
«Verbraucherschutz im globalen Markt» in Berlin: «Obwohl
Warenströme inzwischen grenzenlos sind, gibt es international
keine wirksamen Mechanismen zum Schutz der Verbraucherrechte.»
Verbraucherschutzministerin Renate
Künast (Grüne) warb für einen «Paradigmenwechsel
in der Politik auch auf internationaler Ebene». Verbraucherschutz
sei ein Wirtschaftsfaktor. «Deshalb muss er einen höheren
Stellenwert im globalen Maßstab erhalten.»
Müller sagte, die von den
Vereinten Nationen verabschiedeten Richtlinien zum Schutz der
Verbraucher würden von den meisten Regierungen nicht einmal
zur Kenntnis genommen. Die Kräfteverhältnisse zwischen
Wirtschaft und Verbrauchern seien extrem ungleich.
Der Chef des UN-Umweltprogramms,
Klaus Töpfer, appellierte an die Verbraucher, «fair»
gehandelte Produkte zu kaufen und damit einen Beitrag zur Armutsbekämpfung
zu leisten. «Es ist an der Zeit, dass auch die Armen zu
Verbrauchern werden», sagte der frühere CDU- Bundesumweltminister.
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