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EU will Russland bei Umweltschutz und
Nuklear-Abfällen unterstützen
Die Europäische Union
will Russland bei der Beseitigung von Nuklear-Abfällen und
der Lösung von Umweltproblemen unterstützen.
Brüssel (dpa) - Am kommenden
Dienstag (9. Juli) werde in Brüssel eine internationale Geberkonferenz
tagen, die erstmals einen Fonds mit mindestens 100 Millionen Euro
ins Leben rufen werde. Das teilte die EU-Kommission am Donnerstag
in Brüssel mit. Nach Berechnungen von Experten seien rund
1,8 Milliarden Euro für Umwelt-Projekte in Nordwestrussland
notwendig.
«Die Probleme der Umwelt
und besonders des nuklearen Abfalls in Russland sind Fragen von
internationaler Bedeutung», sagte EU- Außenkommissar
Chris Patten. Von einer sauberen Umwelt würden die skandinavischen
Staaten, die baltischen Länder und Deutschland profitieren.
Die EU-Kommission werde für
die Jahre 2002 bis 2004 rund 50 Millionen Euro zur Verfügung
stellen. Russland selbst werde rund 10 Millionen Euro beitragen.
Den Rest sollten Einzelstaaten und europäische Institutionen
aufbringen wie die Europäische Investitionsbank (EIB) und
die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung
(EBWE).
Fast ein Drittel der Gelder (500
Millionen Euro) wird laut EU- Kommission für die Entsorgung
von nuklearem Abfall auf der Halbinsel Kola im Norden Russlands
benötigt. Die Halbinsel sei die weltweit größte
Nuklear-Müllhalde. Ausgemusterte Atom-U-Boote und veraltete
Atomreaktoren gefährden dort die Umwelt.
Daneben habe eine Arbeitsgruppe
12 Projekte an der Ostsee und der Barentsee ausgewählt, die
von der Abwasserklärung über Energieeinsparung bis zum
Hochwasserschutz reichten.
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