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- 04.07.2002 -

 

 

 

 

 

 

Greenpeace befürchtet nach Wahl Abschaffung des Umweltministeriums

Greenpeace befürchtet die Abschaffung des Bundesumweltministeriums im Fall eines Regierungswechsels und fordert für die nächste Legislaturperiode eine «ökologische Wende».

Berlin (dpa) - «Die Wahlprogramme der Opposition sind aus ökologischer Sicht ein Desaster», sagte Stefan Krug von der politischen Vertretung der Umweltschutzorganisation am Donnerstag in Berlin. Im Wahlkampfteam der Union gebe es niemanden, der für Umweltthemen zuständig sei. Greenpeace fordert für die nächste Legislaturperiode eine «ökologische Wende». Ökologie müsse Vorrang haben vor Wirtschaft.

Die Arbeit der rot-grünen Regierung in den vergangenen vier Jahren beurteilte Greenpeace als unzureichend. «Eine Politik der Trippelschritte reicht nicht aus», sagte Krug. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) habe sich zu oft vor den Karren der Industrie spannen lassen. Auf europäischer Ebene sei Deutschland häufig als Bremser bei umweltpolitischen Themen aufgetreten.

Im Wahlprogramm der SPD vermissen die Umweltschützer unter anderem Konzepte zum Verzicht auf Strom aus Kohle und zur Reduktion des Lastwagen- und Flugverkehrs. Bei den Grünen seien die Aussagen zu den Themen Kohle und grüne Gentechnik nicht klar genug formuliert.

Eine Regierungsbeteiligung von CDU/CSU oder FDP käme einer «Rolle rückwärts» gleich, sagte Krug. So wolle die FDP alles rückgängig machen, was die Regierung zu Gunsten der Umwelt erreicht habe.

Greenpeace will sich in der kommenden Legislaturperiode vor allem für den Ausstieg aus der Kohleverstromung, den Verzicht auf gentechnisch veränderte Pflanzen, eine bessere Information der Verbraucher und eine neue Verkehrspolitik einsetzen.

«Unsere Strategie ist unabhängig von der jeweiligen Regierungspartei, wir verstehen uns als Korrektiv zur Politik», sagte Krug. Aber für den Fall eines Regierungswechsels kündigte er schon mal an: «Der Ton wird rauer werden.»

 Mehr Informationen:

Greenpeace

 

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