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- 04.07.2002 -

 

 

 

 

 

 

 

 

UNEP: Afrikas Umwelt unter Druck

Die ökologische Krise Afrikas spitzt sich zu. Die treibenden Faktoren sind Überbevölkerung, Umweltverschmutzung, Krankheiten und die Staatsverschuldung in vielen afrikanischen Ländern.

(jkm) - Dies berichtet das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP). Der heute vorgestellte UNEP-Report bilanziert die Entwicklung der letzten 30 Jahre und wagt einen Ausblick auf die nächsten drei Jahrzehnte.

Die größten Risiken für die Zukunft Afrikas sieht UNEP im Klimawandel, dem Import umweltschädlicher Tier- und Pflanzenarten, dem unkontrollierten Wachstum der Städte und der Verschmutzung durch Industrie und Verkehr.

Wassermangel ein großes Problem

Zu einem großen Problem wird sich der Wassermangel entwickeln, prognostiziert der Bericht. Seit hundert Jahren sind die Regenfälle in Afrika gut dokumentiert. Seit 1968 sprechen die Zahlen von einem Rückgang des Regens.

Dürrezeiten bedrohen nach UNEP-Angaben bereits die Landwirtschaft in Botswana, Burkina Faso, dem Tschad, Äthiopien, Kenia, Mauretanien und Mosambik. Die Entwicklung wird von Bodenerosionen und der Versalzung der Gewässer begleitet. Die Bodenrosion führt auch zu Schäden der Infrastruktur: In Uganda sind auf diese Weise seit 1997 40 Prozent des Straßennetzes zerstört worden.

Der Ausstoß von Kohlendioxid durch Industrie und Verkehr stieg seit 1950 um das Achtfache auf jetzt 223 Millionen Tonnen Kohlenstoff. Damit verunreinigt das gesamte Afrika die Luft aber immerhin noch weniger, als es Deutschland oder Japan alleine tun.

Artenreichtum: Bedrohung und Chance

Afrika verfüge noch über eine sehr große Artenvielfalt in Flora und Fauna, vermerkt der UNEP-Bericht. Dieser Reichtum müsse vor Rodung, Bergbau und Ausverkauf geschützt werden. Schon jetzt seien 126 Tierarten praktisch ausgestorben, 2.018 seien bedroht. Von den Pflanzen gelten 120 als ausgestorben, 1.771 als bedroht.

Dabei steckt in der Natur ein hohes ökonomisches Potenzial: Geschätzte 70 Prozent der Wildpflanzen Nordafrikas könnten sich beispielsweise als nützlich für medizinische oder biotechnologische Zwecke erweisen. Das UN-Umweltprogramm will sicherstellen, das die nachhaltige Nutzung solcher Reichtümer dem Kontinent zugute kommt.


©
NASA

Das gesamte Afrika stößt weniger Kohlendioxid aus als Deutschland.

 Mehr Informationen:

UNEP: "Africa Environment Outlook"

allAfrica.com: Environment

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