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UNEP: Afrikas Umwelt unter Druck
Die ökologische Krise
Afrikas spitzt sich zu. Die treibenden Faktoren sind Überbevölkerung,
Umweltverschmutzung, Krankheiten und die Staatsverschuldung in
vielen afrikanischen Ländern.
(jkm) - Dies berichtet das Umweltprogramm
der Vereinten Nationen (UNEP). Der heute vorgestellte UNEP-Report
bilanziert die Entwicklung der letzten 30 Jahre und wagt einen
Ausblick auf die nächsten drei Jahrzehnte.
Die größten Risiken
für die Zukunft Afrikas sieht UNEP im Klimawandel, dem Import
umweltschädlicher Tier- und Pflanzenarten, dem unkontrollierten
Wachstum der Städte und der Verschmutzung durch Industrie
und Verkehr.
Wassermangel ein großes
Problem
Zu einem großen Problem
wird sich der Wassermangel entwickeln, prognostiziert der Bericht.
Seit hundert Jahren sind die Regenfälle in Afrika gut dokumentiert.
Seit 1968 sprechen die Zahlen von einem Rückgang des Regens.
Dürrezeiten bedrohen nach
UNEP-Angaben bereits die Landwirtschaft in Botswana, Burkina Faso,
dem Tschad, Äthiopien, Kenia, Mauretanien und Mosambik. Die
Entwicklung wird von Bodenerosionen und der Versalzung der Gewässer
begleitet. Die Bodenrosion führt auch zu Schäden der
Infrastruktur: In Uganda sind auf diese Weise seit 1997 40 Prozent
des Straßennetzes zerstört worden.
Der Ausstoß von Kohlendioxid
durch Industrie und Verkehr stieg seit 1950 um das Achtfache auf
jetzt 223 Millionen Tonnen Kohlenstoff. Damit verunreinigt das
gesamte Afrika die Luft aber immerhin noch weniger, als es Deutschland
oder Japan alleine tun.
Artenreichtum: Bedrohung und
Chance
Afrika verfüge noch über
eine sehr große Artenvielfalt in Flora und Fauna, vermerkt
der UNEP-Bericht. Dieser Reichtum müsse vor Rodung, Bergbau
und Ausverkauf geschützt werden. Schon jetzt seien 126 Tierarten
praktisch ausgestorben, 2.018 seien bedroht. Von den Pflanzen
gelten 120 als ausgestorben, 1.771 als bedroht.
Dabei steckt in der Natur ein
hohes ökonomisches Potenzial: Geschätzte 70 Prozent
der Wildpflanzen Nordafrikas könnten sich beispielsweise
als nützlich für medizinische oder biotechnologische
Zwecke erweisen. Das UN-Umweltprogramm will sicherstellen, das
die nachhaltige Nutzung solcher Reichtümer dem Kontinent
zugute kommt.
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